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Dürnauer Betrieb realisiert Glasfasernetze

Netcom-Tec hält Infrastruktur für schnelles Internet bereit – Schulungen weiteres Standbein

Kreis Göppingen. Ohne die Netcom-Tec GmbH in Dürnau würde der Ausbau des Glasfasernetzes in Süddeutschland wohl noch langsamer vorangehen. Diesen Eindruck gewannen mittelständische Unternehmer aus dem Kreis Göppingen bei einem Besuch der innovativen Firma im Dürnauer Gewerbegebiet. Geschäftsführer Frank Sommerfeld versuchte den rund 20 Mitgliedern der Göppinger Mittelstandsunion zu erklären, womit sich sein Betrieb, der sich als ein führender Anbieter für Glasfaser-Infrastrukturen in Deutschland versteht und Distributionspartner der Glasfaserkabel und Zubehör produzierenden Commscope ist, beschäftigt. „Mit unseren durchdachten Lösungen werden moderne Glasfasernetze bis zum Hausanschluss realisiert, Bahnen gesteuert oder Multimedia- & TV-Signale übertragen.

Sommerfeld und seine derzeit 26 Mitarbeiter beliefern Kunden und Partner mit ganzheitlichen Lösungen. Zum Kundenkreis zählen u.a. auch Tiefbauunternehmen, die die Kabel und Anschlüsse im Boden verlegen. Was dafür alles benötigt wird, zeigte Sommerfeld bei einem Rundgang durch das Firmengebäude.  Besonders beeindruckend: Schaltkästen, in denen bis zu 6000 Anschlüsse gesteckt werden.  

Neben innovativen Produkten bietet Sommerfeld  über die firmeneigene Fiberacademy ein umfassendes Schulungsprogramm sowie Beratung in der Planung von Netzwerken an. Kundenspezifische Produkte können individuell konfektioniert und bereitgestellt werden.

Mit dem Ausbau des Glasfasernetzes ist auch die Firma Netcom-Tec gewachsen. 2018 von Frank Sommerfeld als Ein-Mann-Betrieb gegründet, blickt das Unternehmen auf ein
rasantes Wachstum in den letzten Jahre zurück. Der Umsatz konnte sich seit Gründung von 300 000 auf 18 Millionen Euro steigern. Am angemieteten Firmensitz erreiche man nun die Kapazitätsgrenze. Deshalb will Sommerfeld nun unweit des jetzigen Gebäudes in Dürnau bauen und maßgeschneiderte Büro- und Lagerräume schaffen.

Sommerfeld selbst hat viele Jahren für Firmen gearbeitet, die im Ausland komplette Internet-Netze aufgebaut haben. Nach jahrelanger Reiserei war der Geschäftsführer froh, wieder vom Berliner Büro aus arbeiten und Kunden betreuen zu können.  Schließlich bekam er Kontakt zu einem Schweizer Unternehmen aus der Glasfaserbranche, das in Süddeutschland expandieren wollte und einen Partner suchte. Sommerfeld sah seine Chance und gründete die Netcom-Tec.

MIT-Kreisvorsitzender Ralf Semmler zeigte sich im Anschluss an den Firmenbesuch begeistert über das innovative Unternehmen, von dem die meisten Bürger im Kreis sicher noch nie etwas gehört hätten. Semmler machte deutlich, dass Firmen wie Netcom-Tec einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Keis Göppingen leisten. Im Nachgang zum Firmenbesuch saßen die Mittelständler noch lange mit Sommerfeld zusammen und fachsimpelten vor allem über die Chancen und Möglichkeiten der Glasfasertechnik.

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Mittelständler wettern gegen Koaltionsvertrag

Kreis Göppingen. „Sehen wir es doch mal realistisch: Der Koalitionsvertrag ist nicht das, was wir uns vorgestellt haben“, fasst es ein Unternehmer die mehrstündige Diskussion beim jüngsten Treffen der Mittelstands- und Wirtschaftsunion im Kreis Göppingen (MIT) zusammen. Zuvor wurde über das 144-Seiten-Papier, das die Grundlage der neuen Bundesregierung von CDU/CSU und SPD werden soll, heftig und auch lautstark diskutiert. Die Koalitionsvereinbarung trage vor allem die Handschrift der SPD. „Wir Unternehmer kommen in dem Papier überhaupt nicht vor“, so ein MITler in der Versammlung und kritisierte, wie andere Diskutanten vor ihm, die wachsweichen Formulierungen in dem Kontrakt, die jeder Seite viel Spielraum für Auslegungen gebe. „Da ist der Streit bei fast jedem Thema programmiert“, wurde in der gut besuchten Versammlung festgestellt. Ein Grund, warum die Mittelständler der neuen Koalition auch keine lange Lebensdauer vorhersagen. „Spätestens im Herbst 2026 wählen wir wieder“. In der Versammlung wurde gemutmaßt, dass die neue Regierung die Ampel-Politik fortsetzen werde, die Regierungsparteien ihre Klientel versorgen und es den von Friedrich Merz versprochenen Aufbruch in eine neue Zukunft nicht geben wird. Verständnis gab es für den einstigen Bundesvorsitzenden der Mittelstands- und Wirtschaftsunion und Hoffnungsträger der Unternehmer, CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann, der auf einen Posten im Kabinett freiwillig verzichtet. „Der weiß warum und was auf uns zukommt“, so die Meinung.

Viele der anwesenden Unternehmer übten harsche Kritik an Parteichef Merz, der die CDU-Ideen in den Koalitionsverhandlungen verkauft habe. Auch die mit dem Sondervermögen verbundene Neuverschuldung und Abkehr von der vor der Wahl viel beschworenen Schuldenbremse stieß den Unternehmern bitter auf, da es die Betriebe und die nächsten Generationen seien, die diese Schulden zurückzahlen müssten. Als Unding und falsches Signal für die Demokratie werteten die Unternehmer, dass über die Schulden noch der alte Bundestag abstimmen musste. Selbst wenn das Bundesverfassungsgericht keine Einwände hatte, so sei das kein Dienst an der Demokratie gewesen, rügten die Mittelständler.

Nach dem Vorliegen des Koalitionsvertrages ärgern sich Mittelständler im Kreis darüber, dass sie sich vor der Wahl im Freundes- und Bekanntenkreis für die CDU ins Zeug gelegt hätten. „Da müssen wir uns heute für schämen“, fasste ein Unternehmer die Stimmung zusammen. Mit Blick auf die Landtagswahl im März werde man dieses bestimmt nicht mehr tun. Diskutiert wurde bei dem Treffen über Konsequenzen aus dem Koalitionsvertrag. Aus- und Rücktritte halten die Mittelständler für den falschen Weg, denn dann fehle das Forum, sich zu artikulieren. 100 Tage Zeit will man der neuen Bundesregierung lassen um klare CDU-Positionen umzusetzen. Passiere das nicht, werde es auch entsprechende Reaktionen der Kreis MIT geben.

MIT-Kreisvorsitzender Ralf Semmler freute sich nach fast vierstündiger Diskussion über die lebhaften Wortmeldungen. „Das wir so deutlich Kritik äußern können ist auch ein Zeichen für unsere Demokratie“. Semmler machte zugleich aber deutlich, dass man in Berlin die miese Stimmung an der Basis Ernst nehmen sollte. Ein Kanzler Merz müsse bei Bürokratieabbau, Abbau von Sozialleistungen, Unternehmen-Entlastung, und Migration schnell wirkungsvolle Maßnahmen umsetzen.

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Wie aus Müll Wärme zum Heizen wird

Mittelständler besichtigen das Göppinger Müllheizkraftwerk –  Fernwärmenetz wird ausgebaut

Kreis Göppingen. Beim Ausbau des Fernwärmenetzes in der Stadt Göppingen fällt dem von der EEW (Energy from Waste) betriebenen Müllheizkraftwerk in Göppingen  eine Schlüsselrolle zu. Denn Wärme aus der Anlage soll künftig auch Ursenwang und den Stauferpark versorgen. Über Pläne zum Ausbau des Fernwärmenetztes, dem Verträge mit den  Stadtwerken Göppingen zu Grunde liegen, informierte der Geschäftsführer des Müllheizkraftwerkes, Kai Störkel beim Besuch von Mitgliedern der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) im Kreis Göppingen.

Die Unternehmer konnten sich vor Ort ein Bild darüber machen, wie aus Abfall Energie und vor allem Wärme erzeugt wird. Seit 50 Jahren ist die vom Landkreis erbaute Anlage in Göppingen in Betrieb. 1995 wurde sie privatisiert und kam – nach mehreren Eigentümerwechseln – 2013 zur EEW. Rund 168 000 Tonnen Restabfälle des Landkreises Göppingen und aus Baden-Württemberg werden im Müllheizkraftwerk  jährlich thermisch verwertet. Pro Tag können bis zu 600 Tonnen Abfall ins Werk gebracht werden. Die daraus produzierte elektrische Energie wird ins öffentliche Netz eingespeist. Das Kraftwerk liefert jährlich Strom für etwa 17 000 Haushalte. Zudem produziert die Anlage Fernwärme – bislang für die Klinik, für 400 Wohnungen im Bergfeld und für die Bereitschaftspolizei. Die Wärmeproduktion würde auch ausreichen, um die alte Klinik am Eichert weiter zu versorgen, sollte diese nicht abgerissen werden. Mit dem Ausbau des Fernwärmenetzes würde die Stromproduktion freilich zu Gunsten der Wärmeproduktion zurückgehen.

Laut Vertrag ist der Landkreis Göppingen verpflichtet, jährlich rund 50 000 Tonnen Müll anzuliefern, d.h. die übrige Menge des zu verbrennenden Mülls muss aus anderen Regionen kommen, z.B. aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis. Die vom Kreis Göppingen anzuliefernde Menge kann laut Vertrag bis 2025 auf 40 000 Tonnen sinken. Für jede Tonne weniger angelieferten Müll muss der Kreis jedoch eine Ausgleichs-Gebühr bezahlen, die auf die Hausmüllgebühr umgelegt wird.

Beim Rundgang durch das Heizkraftwerk wurde auch für den Laien verständlich erläutert, wo und wie der ankommenden Müll gewogen wird, was es mit Schlackebunker auf sich hat, wie das produzierte Nebenprodukt „Asche“ aussieht und was damit passiert. Natürlich durfte auch ein Blick vom Kesselhausdach nicht fehlen, um die Höhe des Schornsteins zu demonstrieren. Auch warfen die Mittelständler einen Blick in den Kessel und  konnte noch die Warte besichtigen und sehen, wo und wie die Anlage gesteuert wird.

Nach dem Besuch im Müllheizkraftwerk trafen sich die Unternehmen in der Villa Gutmann, wo sie zusammen mit Kai Störkel noch einmal Fragen zur thermischen Müllverwertung diskutierten, sich aber auch über wirtschaftspolitische Fragen der neuen Bundesregierung unterhielten.

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Mittelständler aus dem Landkreis Göppingen besichtigen das Müllheizkraftwerk in Göppingen.

Blick in die Warte: Von hier werden die Abläufe im Müllofen kontrolliert

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Heute den Wald für morgen pflanzen

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Hans-Jörg Andonovic erläutert interessierten Mittelständlern sein Projekt Staufenwald.

Hans-Jörg Andonovic wünscht sich Unternehmer als Baumpaten  – Gütesiegel als Dank

Kreis Göppingen. Heute den Wald für morgen pflanzen und damit auch etwas für das Klima tun. Das ist das Ziel der Initiative „Staufenwald“ von Hans-Jörg Andonovic aus Eislingen. Jetzt stellte er sein Projekt bei der Veranstaltung der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT)  im Kreis Göppingen bei Format-Fliesen in der Holzheimer Straße vor.

Ein normaler Wald ist nach rund 130 Jahren erntereif aber nur bei besonders guten Böden und besonders guten Lagen lassen sich Deckungsbeiträge generieren. In den schlechteren Lagen wachsen die Bäume zwar auch aber Erntekosten, Pflegekosten etc. sind so hoch, dass es sich nicht lohnt, dort Setzlinge zu stecke“, berichtet Andonovic vor den interessierten Mittelständlern. Das will der Eislinger ändern. Er sucht Baumpaten, die die Stecklinge samt Pflanzung im in der Regel unwegsamem Gelände finanzieren – und auch gerne beim Pflanzen selbst dabei sein und Hand anlegen können. Hierzu ist Andonovic eine Kooperation mit der Rechberg‘schen Forstverwaltung eingegangen, die das Gelände für die Pflanzungen zur Verfügung stellt und auch die Betreuung übernimmt.

Die Baumspender bzw. Baumpaten, Andonovic hat hier in erster Linie Unternehmer im Blick, erhalten für ihren Beitrag ein Gütesiegel, mit dem sie ihren Beitrag für Klima und Umwelt nach außen sichtbar machen n und gegebenenfalls auch werblich einsetzen können. Das Basis-Siegel gibt es ab 20 Euro, je nach Höhe der Baumspende steigert sich dann über das Bronze-, Silber- und Goldsiegel bis hin zum Platin-Siegel.

Gepflanzt werden die gespendeten Baum dort, wo der Waldbau nicht wirtschaftlich ist. Das erklärt auch, die etwas höheren Kosten beim Einsetzen der Stecklinge. Der Boden muss erst aufwändig vorbereitet werden, damit die kleinen Bäume auch bestmöglich anwachsen können, wie Andonovic in seinem Vortrag berichtet. Bislang hat seine Initiative schon 1200 Bäumchen gesetzt, vor allem in unwegsamen Gelände beim Bereich der Kuchalb. Dort sollen die Stecklinge in den nächsten Jahren heranwachsen und mindestens 300 Jahre lang stehen und dabei der Luft das schädlicheCO2 entziehen.

Die nächste Pflanzaktion ist im April kommenden Jahres vorgesehen. Der Monat, so führt Andonovic aus, eignet sich am besten dafür. Jeder gespendete Baum erhält eine individuelle Nummer und die Koordinaten werden protokolliert. Dies wird auf der Urkunde für den Spender festgehalten. Informationen über das Projekt gibt es auch unter www.staufenwald.de

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Bürgermeister-Kandidat im Kreis von Mittelständlern

Yannik Schneller (2.v.l.)  im Kreis von Mittelständlern: Links MIT-Kreisvorsitzender Ralf Semmler, Vorstandsmitglied Thomas Heim und Gastgeber, Innofluid-Chef Ralf Krieger (r.).

Yannik Schneller stellt sich und seine Ziele für Kuchen vor

Kuchen. Yannik Schneller will Bürgermeister in Kuchen werden und Nachfolger von  Bernd Rössner, der nach vier Amtszeiten bei der Wahl Anfang Mai nicht mehr antritt.  Jetzt nutzte der Bewerber eine Einladung von Innofluid-Geschäftsführer Ralf Krieger, um sich interessierten Bürgern aus Kuchen und Mittelständlern aus dem Kreis Göppingen vorzustellen. Schneller, der bei einem halbjährigen Praktikum das Kuchener Rathaus kennenlernte studierte von März 2021 bis Dezember 2022 drei Semester den Bachelorstudiengang Public Management an der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen Ludwigsburg. Danach besuchte er die Verwaltungsschule im Landratsamt Esslingen und schloss die Ausbildung zum Verwaltungswirt erfolgreich.  Seit knapp zwei Jahren arbeitet Schneller im Straßenverkehrsamt des Landratsamtes in Göppingen. Zu seinen Zielen für Kuchen gehören die Pflege der  Infrastruktur, der  Erhalt des  Kuchener Freibades, der Schule und der Kindergärten. Der Neubau der B 10 um Kuchen hat für ihn ebenfalls Priorität.  Zudem will sich Schneller, wie er in der Veranstaltung erläuterte, um Vereine und das Ehrenamt kümmern – er selbst ist als Schiedsrichter und Mannschaftskapitän beim SC Geislingen aktiv, sowie um die Sicherheit der Menschen in der der Filstalgemeinde. Über Schnellers Ausführungen entspann sich eine rege Diskussion mit den Besuchern.

In der Veranstaltung nutzten auch der Kreisvorsitzende der Mittelstandsunion (MIT), Ralf Semmler, und Vorstandsmitglied Thomas Heim die Gelegenheit, den Verband und seine Aktivitäten vorzustellen. Dabei unterstrich Semmler die Notwendigkeit, dass sich die Kommunalpolitik im Kreis verstärkt Wirtschaftsthemen widmen müsse, um die Herausforderungen der Zukunft auch vor Ort zu bestehen. Hier habe die MIT einen Arbeitskreis ins Leben gerufen, der den Draht in die Rathäuser und Kommunalparlamente spannen möchte, auch, um die Interessen des Mittelstandes einzubringen.

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Yannik Schneller (2.v.l.)  im Kreis von Mittelständlern: Links MIT-Kreisvorsitzender Ralf Semmler, Vorstandsmitglied Thomas Heim und Gastgeber, Innofluid-Chef Ralf Krieger (r.).

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Weihnachtsfeier der MIT im Deutschen Haus

Weihnachtsfeier der Mittelstands- und Wirtschaftsunion Kreis Göppingen im Deutschen Haus in Weilheim. Unter den Gästen auch die Europaabgeordnete Andrea Wechsler, der Bundestagsabgeordnete Hermann Färber, Hochschul-Professor und Wasserstoff-Experte Ralf Wörner, MIT-Landesvorsitzender Bastian Atzger, MIT-Landesgeschäftsführerin Denise Hradecky und MIT-Ehrenvorsitzende Hildegard Grössl und Eduard Freiheit.

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50 Millionen für eine grüne Wiese

Kommunaler Arbeitskreis der MIT: Klinik-Chefs sorgen für schädliches Image

Kreis Göppingen. Geld scheint im Landkreis Göppingen keine Rolle mehr zu spielen. Bis auf Kreisrat Guido Till habe kein Mitglied des Kreistags bei der Debatte um Erhalt oder Abriss der Klinik am Eichert die finanzielle Dimension der jetzt auf Februar vertagten Entscheidung beleuchtet, so der Arbeitskreis kommunal der Göppinger Mittelstandsunion (MIT) in einer Pressemitteilung.

„Im Jahr der laut Landrat Wolff ,schlimmsten Haushaltslage seit dem Zweiten Weltkrieg‘ zig Millionen für den Abriss einer Klinik und damit in eine grüne Wiese zu stecken zeugt von einer Ignoranz gegenüber vielen Bürgern, die angesichts immer weiter steigender Belastungen und Inflation nicht wüssten, wie sie monatlich über den Runden kommen“, so die Sprecher des kommunalen MIT-Arbeitskreises, die Unternehmerin Susanne Gminder und der frühere Geislinger Oberbürgermeister Wolfgang Amann (Foto).

„Jeder Euro für einen Abriss der alten Klinik ist ein Euro zu viel“, so MIT kommunal und stärkt Kreisrat Guido Till (CDU) den Rücken. Der Göppinger Alt-Oberbürgermeister hatte in seinem Redebeitrag in der jüngsten Kreistagssitzung den Unternehmern aus dem Herzen gesprochen, in dem er Kreisverwaltung und Klinik-Geschäftsführung Abrisskosten von bis zu 50 Millionen vorrechnete.

„Wir geben 50 Millionen Euro für eine grüne Wiese aus“, hatte Till die Pläne kritisiert, das gerade mal 50 Jahre alte Gebäude mit einer Nutzfläche von nahezu zehn Fußballfeldern dem Erdboden gleichzumachen. „Wie wollen wir das den Bürgern vermitteln, dass wir Deutschlands teuerste grüne Wiese haben? Wie wollen wir vor dem Hintergrund des Sparzwangs erforderliche Einschnitte für den Bürger verständlich machen, wenn wir andererseits 40 bis 50 Millionen Euro für ein Nichts ausgeben? Geld, das wir als Kreis nicht auf der hohen Kante liegen haben“, zitiert der MIT-Arbeitskreis den früheren Göppinger Rathaus-Chef, der darauf hingewiesen habe, dass man im Falle eines Abrisses „den Bürgern dann auch deutlich sagen muss, dass der Kreis dafür weitere Schulden in Millionen-Höhe macht“. Zins und Tilgung würden laut Till Sparmaßnahmen anderswo – zum Beispiel im Sozialbereich – oder eine weitere Erhöhung der Kreisumlage zur Folge haben. Die Kommunen würden weiter bei ihren eigenen Investitionen einschränkt, zulasten u.a. der kleinen und mittelständischen Handwerksbetriebe vor Ort. Ein Investitionsstopp der Kommunen wegen eines Klinik-Abrisses ist für die Unternehmen im Landkreis nicht hinnehmbar, vor allem auch deshalb nicht, weil es bereits ein fundiertes Nachnutzungskonzept der Firma Krauter gibt“, so die Arbeitsgruppe der MIT in ihrer Erklärung.

Till hätte laut MIT-Arbeitskreis kommunal auch auf den sorglosen Umgang mit Ressourcen und so genannter „grauer Energie“ aufmerksam gemacht, wie die Unternehmerin Susanne Gminder jetzt in der Mitgliederversammlung der Mittelständler informierte. Alle Bemühungen des Landkreises nach mehr Klima- und Umweltschutz würden mit den Füßen getreten und die Politik einmal mehr unglaubwürdig. In diesem Zusammenhang äußert die Mittelständler scharfe Kritik an der Haltung der Grünen, die mit ihrer Befürwortung des Abrisses ihre eigenen Ziele über Bord werfen.

Laut MIT-Arbeitskreis kommunal ist die sture Haltung der Klinik-Geschäftsführung in der Abrissfrage schädlich für das Image des neuen Alb-Fils-Klinikums. Die Geschäftsführer würden mit ihrer Angstmacherei und zum Teil unwahren Behauptungen weite Teile der Kreisbevölkerung abschrecken, medizinische Leistungen im neuen Klinikum in Anspruch zu nehmen. Die Bürger würden das einschüchternde Spiel gegenüber den Abriss-Gegnern durchschauen und sollten sich ihr eigenes Bild machen können“, so der MIT-Arbeitskreis in seiner Mitteilung abschließend.

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MIT Jahreshauptversammlung

MIT greift Wirtschaftsthemen in Gemeinden auf

Arbeitsgruppe bereitet Treffen vor – Ralf Semmler bleibt Kreisvorsitzender

Die Mittelstandsunion (MIT) im Kreis Göppingen will sich stärker in wirtschaftspolitische Themen in den Kreisgemeinden einbringen. Hierzu wurde extra ein Arbeitskreis gebildet, der vom früheren Geislinger Oberbürgermeister Wolfgang Amann und der Unternehmerin Susanne Gminder geleitet wird. Der Kreis sieht sich als Ansprechpartner für Kommunen aber auch für die in den Gemeinderäten tätigen CDU-Kommunalpolitiker. Einen ersten Meinungsaustausch soll es im Januar im Eislinger Rathaus mit OB Klaus Heininger geben.

In der Mitgliederversammlung der MIT (Fotos: Karhan), die in den neuen Räumen von Format-Fliesen im Viva-Center in der Holzheimer Straße in Göppingen stattfand, nahmen die Wahlen zum Kreisvortand breiten Raum ein. Der Göppinger Unternehmer Ralf Semmler wurde als Kreisvorsitzender bestätigt. Zu seinen Stellvertretern wählten die Mitglieder Matthias Mundorff aus Eislingen, Thomas Rapp aus Uhingen und Susanne Gminder aus Wangen. Als Schatzmeister wurde Klaus Straub aus Bad Überkingen bestätigt. Schriftführer wurde Rüdiger Gramsch aus Göppingen, der auch als Pressereferent im Amt bestätigt wurde. Als Internetbeauftragter gehört Hans-Jörg Andonovic-Wagner dem Vorstand an. Zu Beisitzern wählten die Mitglieder: Paul Lambert (Göppingen), Hans-Jörg Autenrieth (Eislingen), Wolfgang Amann (Geislingen), Axel Raisch (Eislingen), Artur Gross (Göppingen), Cornelia Blum (Uhingen), Denise Hradecky (Göppingen), Anneliese Hermes (Wangen), Christine Fuchs (Salach), Ralf Bulling (Ottenbach), Matthias Horn (Eislingen) und Dave Himberger (Göppingen). Gewählt wurden auch die Delegierten für den Bezirks- und Landesmittelstandstag.

In seinem Grußwort stimmte MIT-Landesvorsitzender Bastian Atzger die Mitglieder auf den Bundestagswahlkampf ein, zog eine ernüchternde Bilanz der Ampel-Regierung und appellierte an die Unternehmer, sich mit Ideen aus ihrem Kreis aktiv an der Mittelstandspolitik im Land zu beteiligen. Im Landesvorstand sei der Kreis Göppingen zudem gut vertreten. Dem Kreisvorsitzenden Ralf Semmler bescheinigte er einen stets kritischen Blick auf die Wirtschaftspolitik.

Semmler selbst hatte zu Beginn der Versammlung eine Bilanz der vergangenen Monate gezogen, erinnerte an die Treffen der Unternehmer, u.a. beim Technikum Laubholz, an das MIT-Spektakel im Stauferwald, an informelle Treffen zu Themen rund um künftige Autoantriebe oder Zusammenkünfte bei kulturellen Anlässen. Semmler erwähnte auch das MIT-Engagement bei Frisch Auf Göppingen, das einige Mitgliedunternehmen ermöglicht hätten. Erfreut zeigte sich Semmler auch über steigende Mitgliederzahlen. Zudem konnte er vier Mitglieder für 20-jährige Zugehörigkeit zur MIT auszeichnen: Thomas Rapp, Paul Lambert, Matthias Mundorff und Martin Naumann.

Diskutiert wurde in der Versammlung auch über den Erhalt der Klinik am Eichert. Mit ihrer Initiative im Mai hatte die MIT die Diskussion über den drohenden Abriss des Gebäudes nach Öffnung des neuen Alb-Fils-Klinikums noch einmal in Gang gesetzt. Die Mitglieder ließen sich nun von Susanne Gminder über den aktuellen Stand der Debatte informieren und gaben am Ende dem Vorstand grünes Licht für eine Beibehaltung des bisherigen Kurses. Der Abriss der Klinik am Eichert sei in der heutigen Zeit durch nichts mehr zu rechtfertigen.

Artur Gross von der Format Fliesen GmbH hatte als Gastgeber die Mittelständler willkommen geheißen und ihnen seinen Unternehmen vorgestellt. Format-Fliesen öffnet einen Baustoffmarkt für Handwerker und Privatpersonen im Viva-Center in der Holzheimer Straße. Hier finden Kunden künftig nicht nur alles, was mit dem Thema Fliesen zusammenhängt, das Unternehmen bietet darüber hinaus noch weitere handwerkliche Dienstleitungen an. Zudem steigt Format-Fliesen auch in die Produktion ein, fertigt u.a. aus Fliesen die zum jeweiligen Muster passenden Blumentöpfe. Da der Betrieb an zwei Standorten laut Gross nicht möglich ist, wird die bisherige Ausstellungsfläche im Dehner-Gartencenter aufgegeben.

Nach der Versammlung lud Gross die Unternehmer zu einem italienischen Büffet ein, zu dem Mario Mollo aus Ebersbach die passende Weine kredenzte und Enzo Picone & friends bestens für die musikalische Untermalung mit italienischer Pop-Musik sorgten.

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Im Zentrum der Herz-Weberei

Mittelständler informieren sich in Eislingen über Fürsorge im Alltag

Eislingen. Die Situation ist gar nicht so selten. Von einem Tag auf den anderen ist man auf fremde Hilfe angewiesen, wenn sich nach Krankheit oder Klinikaufenthalt die täglichen Dinge in den eigenen vier Wänden nicht mehr erledigen lassen. Oder das Alter fordert seinen Tribut. Können Familienangehörige nicht einspringen oder möchte man den netten Nachbarn nicht zur Last fallen, dann kommen die Mitarbeiter der HerzWeberei in Eislingen ins Spiel. Über deren Arbeit und das Unternehmen informierten sich jetzt über 40 Mitglieder der Mittelstands- und Wirtschaftsunion bei einem Firmenbesuch.

https://www.herzweberei.de

Im Bürokomplex in der Eislinger Schillerstraße befinde sich seit einigen Jahren auch die Räume der HerzWeberei. Ihr Chef ist kein Unbekannter: Christof Weber, in Donzdorf aufgewachsener Torwart der Traditionself des VfB Stuttgart, hat sich vor fünf Jahren von der Idee, Menschen in ihrem Alltag zu unterstützen, inspirieren lassen. Da die Menschen immer älter werden und oft alleine leben, kommt irgendwann auch mal der Punkt, an dem sie Hilfe brauchen. „Schließlich“, so sagt Christof Weber, „will man ja solange wie möglich in der eigenen Wohnung bleiben und nicht ins Heim.“ Weber gründete mit einem kleinen Team das Unternehmen und bezog Büros in der Ulmer Straße in Göppingen nahe der Sonnenbrücke. „Die große Schaufensterfront war ein Vorteil, da konnten wir die Vorbeifahrenden auf uns aufmerksam machen.“ 

Die Nachfrage nach kompetenter Hilfe wuchs rapide und mit ihr auch der Mitarbeiterstamm. Bis zu 70 Personen kümmerten sich um die Hilfesuchenden. Die schnelle Expansion hatte aber auch ihre Schattenseiten mit vielen menschlichen Enttäuschungen, wie Weber einräumt. Zeit, einen Schnitt zu machen und sich neu zu orientieren. Da kam ihm das Mietangebot in der Eislinger Schillerstraße gerade Recht. Weber zog um und eröffnete vor vier Jahren als HerzWeberei neu. „Es blieb aber dabei, dass wir keine medizinischen Leistungen anbieten,“ sagt der Firmenchef und ist stolz auf seine rund 60 Mitarbeiter, die rund 600 Menschen in den Landkreisen Göppingen, Esslingen, Ostalb und in einigen Bereichen im Rems-Murr betreuen.

Das Angebot der HerzWeberei ist in vier Bereiche aufgeteilt. Zum einen der Bereich Alltagshilfe. Hier unterstützen die Mitarbeiter im Haushalt, erledigen Einkäufe, übernehmen Erledigungen, begleiten zum Arzt oder anderen Terminen. Beim Pflegegrad-Service stehen die Mitarbeiter Hilfesuchenden vom Erstantrag bis zur  Anerkennung des Pflegegrads zur Seite. In einem weiteren Bereich gibt es Pflege-Beratung nach § 37,3 SGB XI für eine bestmögliche Unterstützung, die auch entsprechend dokumentiert wird. Der vierte Bereich betrifft Fahrdienste. Hier ist die HerzWeberei zugelassen für verordnete Fahrten zum Arzt, zur Dialyse, zur Bestrahlung oder zur Reha. 27 Fahrzeuge stehen im Fuhrpark zur Verfügung.

Überwiegend sind es ältere Menschen, die sich auf die Serviceangebote der Herzweberei verlassen. Dabei unterstreicht Christof Weber, dass er auch die Auswahl seiner Mitarbeiter sehr großen Wert legt. „Sie müssen Herz zeigen und ein Herz für Fürsorge haben“, so der Ex-Vertragsfußballer. „Sie müssen auch deutsch sprechen und mit der schwäbischen Mentalität unserer Kunden zu Recht kommen“. Leider sei daran oft die Zusammenarbeit mit ausländischen Mitarbeitern gescheitert. „Das hat leider oft nicht gepasst, denn verständliche Kommunikation sei im Umgang mit älteren Menschen unumgänglich “, so Weber, der seinen Mitarbeitern ständige Weiterbildungen anbietet, um ihnen das Rüstzeug für ihre Einsätze mitzugeben.

Ralf Krieger, der stellvertretende Kreisvorsitzende der MIT, entlockte Christof Weber in einer Fragerunde noch viele detaillierte Informationen über die HerzWeberei. Dabei spielten dann auch Themen wie Mindestlohn, das Verhältnis zu den Krankenkassen oder das Vergütungssystem eine Rolle. Der informative Abend endete mit Gesprächen der MIT-Mitglieder mit Weber und untereinander bei einem schmackhaften Maultaschenessen und einem guten Tropfen Wein.

Bildrechte: piKS // Klaus Schnaidt

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MIT Göppingen besucht Zeller + Gmelin in Eislingen

Mitglieder der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) Göppingen besichtigten jetzt das Eislinger Unternehmer Zeller + Gmelin. Nach einer Betriebsführung mit dem technischen Geschäftsführer Thomas Alpers erläuterte dieser den Mittelständlern die aktuellen Probleme seiner Branche. Zeller + Gmelin macht mit rund 550 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von etwa 300 Millionen Euro. Das Unternehmen hat 16 Niederlassungen und Tochterfirmen in elf Ländern und verkauft seine Druck- und Ölfarben, sowie Schmierstoffe für Fahrzeuge und Maschinen in 80 Länder.