Kategorien
Presse

Göppinger Erklärung

Offener Brief an die Bundesregierung

Sehr geehrte Damen und Herren,

als Mitglieder und Unterstützer der Mittelstands- und Wirtschaftsunion Göppingen wenden wir uns mit dieser Göppinger Erklärung an Sie. Wir formulieren darin Leitlinien und dringliche Reformvorschläge, gespeist aus der Praxis mittelständischer Unternehmen, aus kommunaler Erfahrung und aus dem Alltag vieler Bürgerinnen und Bürger.

Unser Leitgedanke ist einfach: Mehr Verantwortlichkeit des Bürgers in allen Lebensbereichen. Deutschland braucht wieder mehr Selbstbestimmung, mehr Zumutbarkeit von Verantwortung – und weniger kleinteilige staatliche Gängelung. Wo der Staat sich auf Kernaufgaben konzentriert, entstehen Vertrauen, Leistungsbereitschaft und ein erhebliches wirtschaftliches Spar- und Wachstumspotenzial.

Im Folgenden benennen wir zentrale Handlungsfelder.

1) Verkehr und Mobilität

  • Baustellenmanagement nach Vernunftprinzip: Tätigkeiten wie Rasenmähen, Leitplankenreparaturen oder ähnliche Arbeiten sollten in Hauptverkehrszeiten (z. B. 6–9 Uhr und 16–19 Uhr) unterbleiben. Baustellen sollten erst dann eingerichtet werden, wenn Arbeiten tatsächlich unmittelbar beginnen. Gerade im ländlichen Raum werden so ganze Wertschöpfungsketten ausgebremst.
  • Regulierungsfolgen prüfen: Zusätzliche Pflichten (z. B. wiederkehrende Einweisungen/Prüfungen im Zusammenhang mit Hybrid- und Elektrofahrzeugen sowie Ladeequipment) widersprechen dem Gedanken der Eigenverantwortlichkeit und sollten unterlassen werden. Falls dennoch nötig, müssen sie einheitlich, praxistauglich und verhältnismäßig geregelt sein.
  • Assistenzsysteme realistisch auslegen: Vorgaben, die bei minimalen Abweichungen akustische Warnsignale (z. B. bei Geschwindigkeitsübertretung) auslösen, führen in der Praxis zu Dauerablenkung und werden routinemäßig deaktiviert. Hier braucht es wirksame, nicht nervöse Sicherheitslogik.
  • Geschwindigkeitsregime entwirren: Häufig wechselnde, zeitlich gestaffelte Limits und eng aufeinanderfolgende Schilder erzeugen Unsicherheit und Stau. Wir fordern klare, nachvollziehbare Beschilderung und eine Begrenzung kleinteiliger Regelungszonen. Der Begriff einer kommunalen „Land- und Bundesstraßenpiraterie“ macht nicht ohne Grund zunehmend die Runde.

2) Arbeitsrecht, Beschäftigung und Rente

  • Beschäftigung wieder erleichtern: Das aktuelle Kündigungsrecht führt in vielen Betrieben dazu, dass Neueinstellungen aus Risiko- und Kostengründen unterbleiben. Wir fordern eine grundlegende Reform, die Beschäftigung ermöglicht, statt sie zu verhindern.
  • Gleichbehandlung bei Anreizmodellen: Wenn Modelle wie „Aktivrente“ eingeführt werden, müssen sie praktikabel sein und dürfen Unternehmer nicht strukturell benachteiligen. Aktivrente ist im Moment nicht nutzbar und anwendbar.
  • Rentenrealität anerkennen: Der Generationenvertrag ist seit langem unter Druck. Wir fordern eine Reform, die Leistung, Einzahlungsdauer und Nachhaltigkeit transparent zusammenführt.

3) Unternehmerische Realität, Steuern und Standortlogik

  • Zugang zu Finanzierung verbessern: Unternehmer werden bei privaten Krediten teils schlechter gestellt als Angestellte. Das ist standortschädlich. Wir fordern faire Kreditbedingungen und eine sachgerechte Bewertung von Unternehmern.
  • Private Immobilie bleibt privat: Wenn geschäftsführende Gesellschafter privat erworbene Immobilien besitzen, darf deren Nutzung durch die Firma nicht automatisch zu einer Zurechnung zum Betriebsvermögen führen. Das blockiert Vermögensaufbau und Sicherheitenbildung.
  • Solidaritätszuschlag abschaffen: Der Solidaritätszuschlag gehört vollständig abgeschafft.
  • Scheinselbstständigkeit neu ordnen: Die aktuelle Ausgestaltung verhindert häufig den Einstieg in Selbstständigkeit. Wir fordern eine praxisnahe Reform, die echte Selbstständigkeit ermöglicht und Missbrauch gezielt bekämpft.
  • Wegzugsbesteuerung reformieren: Die bestehende Logik erzielt teils das Gegenteil des Gewollten. Hier braucht es eine standortfördernde Neuregelung.
  • Steuerverwaltung: Vertrauen statt Einschüchterung: Der Eindruck, dass öffentliche Unternehmeräußerungen zu überproportionalen Prüfungen führen, beschädigt Vertrauen. Wir fordern Transparenz, Verhältnismäßigkeit und klare Standards.
  • Corona-Hilfen rechtssicher behandeln: Pauschale Rückforderungen ohne nachvollziehbare Begründung gefährden Existenzen. Wir fordern Einzelfallprüfung, Begründungspflicht und Rechtssicherheit.
  • Unternehmensnachfolge erleichtern: Die Übernahme durch die nächste Generation wird durch Auflagen und Unsicherheit unattraktiv. Wir fordern eine Nachfolgeregelung, die Sanierung, Modernisierung und Verantwortung ermöglicht.
  • Gründungs- und Aufbauphase entlasten: Neue Betriebe sollten für eine definierte Anfangszeit (z. B. fünf Jahre) spürbar entlastet werden (Gewerbesteuer, IHK/Handwerkskammer, GEMA u. a.), gekoppelt an nachweisliche Arbeitsplatzschaffung.
  • Lohnnebenkosten begrenzen: Lohnnebenkosten müssen planbar und gedeckelt werden; sie sind ein zentraler Standortfaktor.

4) Kommunen und Gemeinden: Kernaufgaben stärken

  • Fokus auf Pflichtaufgaben: Kommunen sollten sich auf ihre Kernaufgaben konzentrieren und nicht in Wettbewerb zu privaten Unternehmen treten.
  • Ansiedlung erleichtern: Zeitlich befristete Steuerentlastungen als Anschubfinanzierung können Ansiedlungen fördern und einen produktiven Wettbewerb der Kommunen ermöglichen.
  • Daseinsvorsorge in kommunaler Handlungsfähigkeit: Müll, Strom, Wasser, Abwasser, Internet/Kommunikation, Sicherheit und Katastrophenschutz brauchen klare Zuständigkeit, Hoheit und Umsetzungsfähigkeit.
  • Digitalisierung konsequent: Gewerbeanträge und Verwaltungsprozesse müssen vollständig digital möglich sein.
  • Flächenentwicklung pragmatischer: Brachflächen sollten einfacher entwickelbar sein; Priorität müssen Arbeitsplätze und wirtschaftliche Substanz haben.
  • Krisenfähigkeit testen: Notfallpläne sollten jährlich realitätsnah getestet werden – inklusive Sammelpunkten, Abläufen und Unterstützung für ältere Menschen.

5) Gebäude- und Mietrecht

  • Eigentumsrechte wirksam schützen: Wenn Miete dauerhaft ausbleibt, müssen Verfahren deutlich schneller und klarer sein. Der aktuelle Zustand entmutigt Vermieter und verknappt Wohnraum.
  • Wohnraum für Beschäftigte fördern: Betriebe sollten Programme unterstützen können (z. B. Bürgschaften), damit Mitarbeitende leichter wohnen können.

6) Bildung

  • Wirtschaft und Handwerk in die Schule: Wirtschaftliche Grundbildung und Handwerk müssen verbindlicher Bestandteil schulischer Bildung werden.
  • Praxis in die Klassenzimmer: Unternehmer und Praktiker sollten stärker in Schulen präsent sein – mit Vorträgen, Betriebsbesuchen und Einblicken in reale Arbeitswelten.

7) Gesundheit

  • Anreize für Gesundheit und Verlässlichkeit: Das Gesundheitswesen basiert auf dem Prinzip gleicher Zugangsrechte und einer verlässlichen Versorgung für alle – unabhängig von individuellen Lebensweisen. Gleichzeitig braucht es eine stärkere Ausrichtung auf Prävention und Eigenverantwortung: Wer gesund lebt und das System weniger belastet, sollte spürbar profitieren. Entscheidend sind hierbei positive Anreize und transparente Informationen, die gesundheitsbewusstes Verhalten erleichtern und fördern.
  • Karenztage wieder einführen: In diesem Zusammenhang halten wir die Wiedereinführung von zwei Karenztagen pro Krankheitsfall für sinnvoll. Sie sind kein Instrument der Einschränkung medizinischer Versorgung, sondern dienen der Stärkung von Eigenverantwortung und der Reduktion von Fehlanreizen im System.
  • Transparenz im Gesundheitswesen: Rechnungen und erbrachte Leistungen werden bereits in Teilen offengelegt. In der Praxis bleibt diese Transparenz jedoch häufig schwer zugänglich, wenig verständlich oder für Versicherte nur mit erheblichem Aufwand nutzbar. Transparenz entfaltet ihre Wirkung erst dann, wenn Informationen nicht nur formal verfügbar sind, sondern auch auffindbar, verständlich und vergleichbar aufbereitet werden. Eine wirksame Weiterentwicklung besteht daher nicht primär in der Ausweitung von Offenlegungspflichten, sondern in der systematischen Verbesserung von Struktur, Lesbarkeit und Zugänglichkeit der bestehenden Informationen. Erst dadurch entsteht eine Grundlage für Vertrauen sowie für informierte Entscheidungen im Umgang mit der eigenen Gesundheit.[1] Formale Transparenz ersetzt keine funktionale Transparenz.

8) Zuwanderung und Arbeitsmigration

  • Arbeitsmigration ermöglichen: Wenn Unternehmen Fachkräfte aus dem Ausland einstellen, muss das Verfahren schnell, rechtssicher und familienfreundlich sein – unter klaren Bedingungen (Wohnraum, keine Belastung von Kommune/Staat).
  • Integration pragmatisch fördern: Sprach- und Integrationsangebote sollten gezielt und wirksam sein.
  • Rechtsstaatlichkeit konsequent: Identitätsklärung und Umgang mit Straffälligkeit müssen klar geregelt und durchsetzbar sein.

9) Zielbild für Deutschland

Deutschland braucht ein gemeinsames Zielbild, das Leistung, Verantwortung, Freiheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt verbindet. Ohne Richtung entsteht Verwaltung – aber keine Zukunft.

Das vorhandene Grundgesetzt müsste nur Konsequent Anwendung finden es ist keine Auslegung Sache.

10) Europa und seine Aufgaben

Europa sollte sich auf zentrale Aufgaben konzentrieren:

  • Frieden sichern
  • Energieversorgung sichern
  • Ernährungssouveränität stärken
  • Gemeinsamen, fairen Umweltschutz gewährleisten
  • Reise- und Arbeitsfreiheit fördern
  • Außengrenzen schützen
  • Europäische Interessen bei Bedarf gemeinsam vertreten
  • Nordafrika und den Balkan enger anbinden

Dabei gilt: Keine Einmischung in nationale Kulturen, Sprachen oder Glaubensfragen. Europas Stärke liegt in der Vielfalt seiner Kulturen – nicht in Gleichschaltung.

Schluss

Wir bitten die Bundesregierung, diese Vorschläge als Impuls aus der Praxis zu verstehen und in geeigneter Form in Gesetzgebung und Verwaltungshandeln zu prüfen. Deutschland braucht wieder mehr Vertrauen in die Mündigkeit seiner Bürgerinnen und Bürger – und einen Staat, der sich auf das Wesentliche konzentriert.

Wir bitten die Bundesregierung, diese Vorschläge als praxisnahe Impulse aufzugreifen und in geeigneter Form in Gesetzgebung und Verwaltungshandeln zu prüfen.
Deutschland braucht mehr Vertrauen in die Mündigkeit seiner Bürgerinnen und Bürger – und einen Staat, der sich auf wirksame Rahmenbedingungen konzentriert.

Die MIT Göppingen steht bereit, diesen Prozess mit ihrer fachlichen Expertise konstruktiv und aktiv zu begleiten.

Mit freundlichen Grüßen

Mittelstands- und Wirtschaftsunion Göppingen

Ralf Semmler (Vorsitzender)    Susanne Gminder, Matthias Mundorff (Stellvertreter)


[1] Transparenz im Gesundheitswesen Hradecky, D. (2025). Transparenz im Gesundheitswesen. Springer Nature. https://doi.org/10.1007/978-3-658-48125-4 (Die Autorin ist Vorstandsmitglied MIT-Göppingen)

Kategorien
Presse

Zielbild Deutschland – Eine leistungsstarke, freie und verantwortungsbewusste Gesellschaft

Das verbindende Leitmotiv

Deutschland ist eine Gesellschaft, die Freiheit ermöglicht, Verantwortung und Eigenverantwortung einfordert, Leistung würdigt und Zusammenhalt lebt – national wie europäisch.

1. Die Jugend als wertvollster Rohstoff –Verantwortung beginnt in der Familie

Deutschland versteht seine Jugend als das kostbarste Gut einer freien Gesellschaft. Jedes Kind hat Anspruch auf Bildung, Förderung und echte Chancengleichheit.
Die primäre Verantwortung dafür liegt bei den Eltern – nicht beim Staat. Staatliche Institutionen können unterstützen, aber sie können Erziehung, Wertevermittlung und Verantwortungsbewusstsein nicht ersetzen.


Eine Gesellschaft, die ihre Zukunft sichern will, stärkt Familien darin, diese Verantwortung wahrzunehmen, indem sie entsprechende Rahmenbedingungen schafft.

2. Familie, Gleichberechtigung unD   gesellschaftlicher Zusammenhalt

Die Familie – in ihrer modernen Vielfalt – bildet das soziale Fundament des Landes.
Gleichberechtigung von Frauen und Männern ist nicht nur ein Wert, sondern eine Voraussetzung für Wohlstand, Stabilität und gesellschaftliche Resilienz.


Deutschland fördert Rahmenbedingungen, die Familien stärken, und baut Maßnahmen ab, die Eigenverantwortung, Gleichberechtigung oder familiären Zusammenhalt schwächen.


Eine starke Gesellschaft entsteht dort, wo Menschen füreinander einstehen.

3. Unternehmertum als Motor von Wohlstand und Fortschritt


Gesellschaften werden nicht primär durch Politik gestaltet, sondern durch Menschen, die unternehmen – im Ehrenamt, in der Wissenschaft, in der Wirtschaft.


Unternehmertum bedeutet Mut, Verantwortung, Kreativität und Risikobereitschaft.
Deutschland schafft ein Umfeld, in dem Leistung belohnt, Innovation ermöglicht und Bürokratie abgebaut wird.
Wohlstand entsteht dort, wo Menschen gestalten dürfen – nicht dort, wo sie verwaltet werden.

4. Deutschland als souveräner Akteur – mit klaren Interessen und festem Bekenntnis zu Europa

Deutschland hat kulturelle, sicherheitspolitische und wirtschaftliche Interessen.
Wie jedes andere Land hat es das Recht, diese Interessen zu definieren, zu schützen und international zu vertreten – verantwortungsvoll, partnerschaftlich und selbstbewusst.


Gleichzeitig ist das Bekenntnis zu Europa ein unverhandelbarer Grundpfeiler deutscher Identität. Europäische Zusammenarbeit stärkt Deutschlands Handlungsfähigkeit, sichert Frieden und ermöglicht wirtschaftliche Stabilität.


Souveränität und europäische Verbundenheit stehen nicht im Widerspruch – sie bedingen einander.

5. GESUNDHEIT ALS GRUNDLAGE VON FREIHEIT, LEISTUNGSFÄHIGKEIT UND VERANTWORTUNG

Gesundheit ist eine zentrale Voraussetzung für individuelle Freiheit, gesellschaftliche Teilhabe und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Ein leistungsfähiges Gesundheitswesen sichert allen Menschen eine verlässliche und hochwertige Versorgung – unabhängig von individuellen Lebensweisen oder sozialem Hintergrund.

Gleichzeitig stärkt Deutschland die Eigenverantwortung seiner Bürgerinnen und Bürger durch gezielte Prävention, transparente Informationen und wirksame Anreizsysteme. Gesundheitspolitik setzt dabei nicht erst im Krankheitsfall an, sondern schafft Rahmenbedingungen, die gesundheitsbewusstes Verhalten erleichtern und langfristig fördern.

Ein zukunftsfähiges Gesundheitssystem verbindet somit verlässliche Versorgung mit intelligenter Steuerung – und trägt damit wesentlich zu Stabilität, Vertrauen und nachhaltigem Wohlstand bei.

Mittelstands- und Wirtschaftsunion Göppingen

Ralf Semmler (Vorsitzender)    Susanne Gminder, Matthias Mundorff (Stellvertreter)

Kategorien
Presse

Dürnauer Betrieb realisiert Glasfasernetze

Netcom-Tec hält Infrastruktur für schnelles Internet bereit – Schulungen weiteres Standbein

Kreis Göppingen. Ohne die Netcom-Tec GmbH in Dürnau würde der Ausbau des Glasfasernetzes in Süddeutschland wohl noch langsamer vorangehen. Diesen Eindruck gewannen mittelständische Unternehmer aus dem Kreis Göppingen bei einem Besuch der innovativen Firma im Dürnauer Gewerbegebiet. Geschäftsführer Frank Sommerfeld versuchte den rund 20 Mitgliedern der Göppinger Mittelstandsunion zu erklären, womit sich sein Betrieb, der sich als ein führender Anbieter für Glasfaser-Infrastrukturen in Deutschland versteht und Distributionspartner der Glasfaserkabel und Zubehör produzierenden Commscope ist, beschäftigt. „Mit unseren durchdachten Lösungen werden moderne Glasfasernetze bis zum Hausanschluss realisiert, Bahnen gesteuert oder Multimedia- & TV-Signale übertragen.

Sommerfeld und seine derzeit 26 Mitarbeiter beliefern Kunden und Partner mit ganzheitlichen Lösungen. Zum Kundenkreis zählen u.a. auch Tiefbauunternehmen, die die Kabel und Anschlüsse im Boden verlegen. Was dafür alles benötigt wird, zeigte Sommerfeld bei einem Rundgang durch das Firmengebäude.  Besonders beeindruckend: Schaltkästen, in denen bis zu 6000 Anschlüsse gesteckt werden.  

Neben innovativen Produkten bietet Sommerfeld  über die firmeneigene Fiberacademy ein umfassendes Schulungsprogramm sowie Beratung in der Planung von Netzwerken an. Kundenspezifische Produkte können individuell konfektioniert und bereitgestellt werden.

Mit dem Ausbau des Glasfasernetzes ist auch die Firma Netcom-Tec gewachsen. 2018 von Frank Sommerfeld als Ein-Mann-Betrieb gegründet, blickt das Unternehmen auf ein
rasantes Wachstum in den letzten Jahre zurück. Der Umsatz konnte sich seit Gründung von 300 000 auf 18 Millionen Euro steigern. Am angemieteten Firmensitz erreiche man nun die Kapazitätsgrenze. Deshalb will Sommerfeld nun unweit des jetzigen Gebäudes in Dürnau bauen und maßgeschneiderte Büro- und Lagerräume schaffen.

Sommerfeld selbst hat viele Jahren für Firmen gearbeitet, die im Ausland komplette Internet-Netze aufgebaut haben. Nach jahrelanger Reiserei war der Geschäftsführer froh, wieder vom Berliner Büro aus arbeiten und Kunden betreuen zu können.  Schließlich bekam er Kontakt zu einem Schweizer Unternehmen aus der Glasfaserbranche, das in Süddeutschland expandieren wollte und einen Partner suchte. Sommerfeld sah seine Chance und gründete die Netcom-Tec.

MIT-Kreisvorsitzender Ralf Semmler zeigte sich im Anschluss an den Firmenbesuch begeistert über das innovative Unternehmen, von dem die meisten Bürger im Kreis sicher noch nie etwas gehört hätten. Semmler machte deutlich, dass Firmen wie Netcom-Tec einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Keis Göppingen leisten. Im Nachgang zum Firmenbesuch saßen die Mittelständler noch lange mit Sommerfeld zusammen und fachsimpelten vor allem über die Chancen und Möglichkeiten der Glasfasertechnik.

Kategorien
Presse

MIT-Kreisverbände: Keine Grundlage mehr für Zusammenarbeit

Rücktritt von Landeschef Bastian Atzger gefordert – „Politisch ins Abseits geführt“

Kreis Göppingen. Zehn mitgliederstarke Kreisverbände der Mittelstandsunion (MIT) in Baden-Württemberg, haben den Landesvorstand der Organisation um Bastian Atzger, zum Rücktritt aufgefordert. Zu den Kreisvorsitzenden, die ein entsprechendes Schreiben unterzeichnet haben, gehört auch der Göppinger MIT-Chef Ralf Semmler.

Anlass für den Unmut über die MIT-Landessitze sind Äußerungen Atzgers im Verbandsmagazin „Wirtschaftsforum“ zum zurückliegenden Landtagswahlkampf der CDU und ihres  Spitzenkandidaten Manuel Hagel. „Ihre Aussagen stoßen bei den Unterzeichnern dieses Offenen Briefs auf Unverständnis und Verärgerung. Herr Atzger, Sie sprechen mit Ihrer Wortwahl und dieser Art der Kommunikation nicht für uns“, heißt es in dem Schreiben der MIT-Kreisverbände. Der Göppinger MIT-Kreisvorsitzende Ralf Semmler betont: „ Als Landesvorsitzender der MIT ist es Atzgers Aufgabe, sich konstruktiv in Strategie und Inhalte der Landespartei einzubringen – nicht, im Nachhinein öffentlich gegen die eigene Partei zu polemisieren.“  Als Mitglied des CDU-Landesvorstands hätte Atzger dort die Position des Mittelstandes einbringen können – und müssen. Stattdessen trete er nun im Nachgang besserwisserisch nach.  Dies sei stillos und nicht konstruktiv.

Die die Rücktrittsforderung unterzeichneten zehn Kreisverbände werfen Atzger zudem vor, die MIT Baden-Württemberg organisatorisch wie politisch ins Abseits geführt zu haben. „Mitgliederzahlen und Finanzen hätten sich deutlich negativ entwickelt – die MIT Baden-Württemberg verzeichne die meisten Austritte bundesweit, während andere Landesverbände wachsen würden. „Das ist ein alarmierendes Zeichen und Ausdruck Ihrer fehlenden Führung.“

Für die MIT-Kreisverbände ist klar: Es gibt keine Grundlage mehr für eine Zusammenarbeit mit Atzger an der Spitze der MIT Baden-Württemberg. „Wir fordern Sie auf, Ihr Amt als Landesvorsitzender mit sofortiger Wirkung niederzulegen und den Weg für eine personelle und inhaltliche Neuaufstellung freizumachen. Hierzu halten wir einen außerordentlichen Landesmittelstandstag zur Aufarbeitung der Situation für dringend erforderlich“, heißt es in dem Schreiben.

Kategorien
Kommunal Presse

Eine Wahlveranstaltung morgens um 10 Uhr?

Kommt da überhaupt jemand? Der CDU- Bundestagsabgeordnete und parlamentarische Staatssekretär im Digitalministerium, Philipp Amthor, füllt auch um diese Uhrzeit schnell das Nebenzimmer in der Villa Gutmann in Göppingen. Zehn Minuten vor Beginn der Veranstaltung war der Zustrom Interessierter, darunter auch zahlreiche MIT-Mitglieder, so groß, dass die Gastgeberin, die Landtagsabgeordnete Sarah Schweizer, kurzerhand die Veranstaltung ins Freie auf den Bahnhofsplatz vor die Villa Gutmann verlegte. Rund 100 Interessierte lauschten dem populären Abgeordneten aus Mecklenburg-Vorpommern was dieser zu aktuellen innen- und außenpolitischen Themen zu sagen hatte. Bürokratierückbau – „wir brauchen mehr Realwirtschaft weniger Zettelwirtschaft“, Digitalisierung – „auch in der Verwaltung“, weniger Berichtspflichten im Gesundheitswesen und die Verteidigung demokratischer Grundrechte schnitt der Abgeordnete an. Der Abgeordnete pries zudem seine Gastgeberin, die Landtagsabgeordnete Sarah Schweizer. Sie sei eine Politikerin, die nicht nur durch ihre große Sachkenntnis auffalle, sondern auch die Themen und Probleme beim Namen nenne. Der Staatsekretär rief seine Zuhörer dazu auf, mehr Optimismus, Mut und Zuversicht zu verbreiten. Von der Schlechtrederei und Miesmacherei einer anderen Partei sollte man sich nicht anstecken lassen.

Kategorien
Kommunal Presse

„Mittendrin“ – CDU Baden-Württemberg im Dialog in Geislingen

Unter dem Titel „Mittendrin“ hatte die CDU Baden-Württemberg zu einem Dialogabend nach Geislingen an der Steige eingeladen. Veranstaltungsort war die WMF, deren Räumlichkeiten einen hochwertigen und zugleich offenen Rahmen für Austausch und Begegnung boten.

Im Mittelpunkt des Abends standen die Redebeiträge von Manuel Hagel, CDU-Landesvorsitzender und Anwärter auf das Amt des Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, sowie von Nicole Razavi, Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen des Landes Baden-Württemberg. Beide gingen auf aktuelle politische und wirtschaftliche Herausforderungen ein und betonten die Bedeutung eines starken Mittelstands, verlässlicher Rahmenbedingungen sowie eines kontinuierlichen Dialogs zwischen Politik und Wirtschaft.

Zahlreiche Unternehmerinnen und Unternehmer aus Göppingen, Geislingen und der Region waren der Einladung gefolgt. Auch Vertreter der CDU Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) waren vor Ort und beteiligten sich aktiv am Austausch.

Neben den Hauptrednern nahmen auch die CDU-Abgeordneten Sarah Schweizer und Ayla Cataltepe an der Veranstaltung teil und suchten das Gespräch mit Gästen aus Wirtschaft und Gesellschaft. Begleitet wurde der Abend zudem vom neu gewählten Landrat des Landkreises Göppingen, Markus Möller, der die Bedeutung eines engen Austauschs zwischen Landkreis, Wirtschaft und Landespolitik unterstrich.

Neben den politischen Impulsen überzeugte die Veranstaltung durch ein sehr gutes Catering mit hervorragender Bewirtung, das eine angenehme Atmosphäre für persönliche Gespräche und intensives Netzwerken schuf.

Für den musikalischen Rahmen sorgten die Böhmenkircher Blasmusiker, die den Abend stimmungsvoll begleiteten. Den feierlichen Abschluss bildete das gemeinsam gesungene Deutschlandlied.

Das Format „Mittendrin“ zeigte eindrucksvoll, wie lebendig politischer Dialog sein kann: nah an den Menschen, im direkten Austausch und mit klarem Blick auf die Zukunft Baden-Württembergs und der Region.

Kategorien
Presse

Mittelständler wettern gegen Koaltionsvertrag

Kreis Göppingen. „Sehen wir es doch mal realistisch: Der Koalitionsvertrag ist nicht das, was wir uns vorgestellt haben“, fasst es ein Unternehmer die mehrstündige Diskussion beim jüngsten Treffen der Mittelstands- und Wirtschaftsunion im Kreis Göppingen (MIT) zusammen. Zuvor wurde über das 144-Seiten-Papier, das die Grundlage der neuen Bundesregierung von CDU/CSU und SPD werden soll, heftig und auch lautstark diskutiert. Die Koalitionsvereinbarung trage vor allem die Handschrift der SPD. „Wir Unternehmer kommen in dem Papier überhaupt nicht vor“, so ein MITler in der Versammlung und kritisierte, wie andere Diskutanten vor ihm, die wachsweichen Formulierungen in dem Kontrakt, die jeder Seite viel Spielraum für Auslegungen gebe. „Da ist der Streit bei fast jedem Thema programmiert“, wurde in der gut besuchten Versammlung festgestellt. Ein Grund, warum die Mittelständler der neuen Koalition auch keine lange Lebensdauer vorhersagen. „Spätestens im Herbst 2026 wählen wir wieder“. In der Versammlung wurde gemutmaßt, dass die neue Regierung die Ampel-Politik fortsetzen werde, die Regierungsparteien ihre Klientel versorgen und es den von Friedrich Merz versprochenen Aufbruch in eine neue Zukunft nicht geben wird. Verständnis gab es für den einstigen Bundesvorsitzenden der Mittelstands- und Wirtschaftsunion und Hoffnungsträger der Unternehmer, CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann, der auf einen Posten im Kabinett freiwillig verzichtet. „Der weiß warum und was auf uns zukommt“, so die Meinung.

Viele der anwesenden Unternehmer übten harsche Kritik an Parteichef Merz, der die CDU-Ideen in den Koalitionsverhandlungen verkauft habe. Auch die mit dem Sondervermögen verbundene Neuverschuldung und Abkehr von der vor der Wahl viel beschworenen Schuldenbremse stieß den Unternehmern bitter auf, da es die Betriebe und die nächsten Generationen seien, die diese Schulden zurückzahlen müssten. Als Unding und falsches Signal für die Demokratie werteten die Unternehmer, dass über die Schulden noch der alte Bundestag abstimmen musste. Selbst wenn das Bundesverfassungsgericht keine Einwände hatte, so sei das kein Dienst an der Demokratie gewesen, rügten die Mittelständler.

Nach dem Vorliegen des Koalitionsvertrages ärgern sich Mittelständler im Kreis darüber, dass sie sich vor der Wahl im Freundes- und Bekanntenkreis für die CDU ins Zeug gelegt hätten. „Da müssen wir uns heute für schämen“, fasste ein Unternehmer die Stimmung zusammen. Mit Blick auf die Landtagswahl im März werde man dieses bestimmt nicht mehr tun. Diskutiert wurde bei dem Treffen über Konsequenzen aus dem Koalitionsvertrag. Aus- und Rücktritte halten die Mittelständler für den falschen Weg, denn dann fehle das Forum, sich zu artikulieren. 100 Tage Zeit will man der neuen Bundesregierung lassen um klare CDU-Positionen umzusetzen. Passiere das nicht, werde es auch entsprechende Reaktionen der Kreis MIT geben.

MIT-Kreisvorsitzender Ralf Semmler freute sich nach fast vierstündiger Diskussion über die lebhaften Wortmeldungen. „Das wir so deutlich Kritik äußern können ist auch ein Zeichen für unsere Demokratie“. Semmler machte zugleich aber deutlich, dass man in Berlin die miese Stimmung an der Basis Ernst nehmen sollte. Ein Kanzler Merz müsse bei Bürokratieabbau, Abbau von Sozialleistungen, Unternehmen-Entlastung, und Migration schnell wirkungsvolle Maßnahmen umsetzen.

Kategorien
Presse

Ein besonderer Abend bei den Roten: MIT Göppingen zu Gast in der MHP-Arena

Manche Abende bleiben im Gedächtnis – dieser war definitiv einer davon.

Die MIT Göppingen durfte kürzlich hinter die Kulissen des VfB Stuttgart blicken und erlebte einen rundum gelungenen Abend in der frisch umbenannten MHP-Arena. Was als informative Stadionführung begann, entwickelte sich schnell zu einem echten Highlight – mit exklusiven Einblicken, spannenden Begegnungen und einem köstlichen Abschluss beim gemeinsamen Essen.

Hinter den Kulissen des VfB Stuttgart

Schon beim Betreten der Arena lag eine besondere Atmosphäre in der Luft. Die Führung führte uns durch Bereiche, die sonst nur Spielern und Offiziellen vorbehalten sind: Mixed Zone, Kabinen, Spielertunnel – und natürlich direkt an den Rasen, wo Woche für Woche Bundesliga-Geschichte geschrieben wird.

Unser Guide wusste nicht nur mit Zahlen und Fakten zu überzeugen, sondern auch mit spannenden Anekdoten rund um den VfB und das Stadion. Die Begeisterung war in jeder Ecke der Gruppe spürbar – denn wann hat man schon die Gelegenheit, den VfB so hautnah zu erleben?

Überraschungsgäste sorgen für Gänsehaut

Ein besonderes Highlight wartete mitten in der Führung: zwei prominente Überraschungsgäste aus der VfB-Familie! Mit großer Offenheit und Humor standen sie uns Rede und Antwort, schrieben Autogramme und ließen sich für Erinnerungsfotos nicht lange bitten.

Dieser direkte Kontakt mit echten Vereinsikonen machte den Abend für viele unvergesslich – und brachte die Herzen der VfB-Fans (und selbst der neutraleren Gäste) zum Höherschlagen.

Kulinarischer Ausklang in geselliger Runde

Nach so vielen Eindrücken durfte natürlich auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kommen. In einem stimmungsvollen Ambiente stärkten wir uns gemeinsam bei einem leckeren Essen – ein wunderbarer Ausklang für einen ereignisreichen Abend.

Die lockere Atmosphäre, gute Gespräche und das Gefühl von Gemeinschaft machten diesen Teil des Abends fast genauso wertvoll wie den Stadionbesuch selbst. Genau das, was die MIT Göppingen ausmacht: Austausch, Begegnung und gemeinsame Erlebnisse.

Unser Fazit: Rundum gelungen!

Ein großes Dankeschön geht an den VfB Stuttgart und das Team der MHP-Arena für die Gastfreundschaft und perfekte Organisation – sowie an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die diesen Abend so besonders gemacht haben.

MIT Göppingen – gemeinsam erleben, vernetzen, gestalten.

Kategorien
Presse

Wie aus Müll Wärme zum Heizen wird

Mittelständler besichtigen das Göppinger Müllheizkraftwerk –  Fernwärmenetz wird ausgebaut

Kreis Göppingen. Beim Ausbau des Fernwärmenetzes in der Stadt Göppingen fällt dem von der EEW (Energy from Waste) betriebenen Müllheizkraftwerk in Göppingen  eine Schlüsselrolle zu. Denn Wärme aus der Anlage soll künftig auch Ursenwang und den Stauferpark versorgen. Über Pläne zum Ausbau des Fernwärmenetztes, dem Verträge mit den  Stadtwerken Göppingen zu Grunde liegen, informierte der Geschäftsführer des Müllheizkraftwerkes, Kai Störkel beim Besuch von Mitgliedern der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) im Kreis Göppingen.

Die Unternehmer konnten sich vor Ort ein Bild darüber machen, wie aus Abfall Energie und vor allem Wärme erzeugt wird. Seit 50 Jahren ist die vom Landkreis erbaute Anlage in Göppingen in Betrieb. 1995 wurde sie privatisiert und kam – nach mehreren Eigentümerwechseln – 2013 zur EEW. Rund 168 000 Tonnen Restabfälle des Landkreises Göppingen und aus Baden-Württemberg werden im Müllheizkraftwerk  jährlich thermisch verwertet. Pro Tag können bis zu 600 Tonnen Abfall ins Werk gebracht werden. Die daraus produzierte elektrische Energie wird ins öffentliche Netz eingespeist. Das Kraftwerk liefert jährlich Strom für etwa 17 000 Haushalte. Zudem produziert die Anlage Fernwärme – bislang für die Klinik, für 400 Wohnungen im Bergfeld und für die Bereitschaftspolizei. Die Wärmeproduktion würde auch ausreichen, um die alte Klinik am Eichert weiter zu versorgen, sollte diese nicht abgerissen werden. Mit dem Ausbau des Fernwärmenetzes würde die Stromproduktion freilich zu Gunsten der Wärmeproduktion zurückgehen.

Laut Vertrag ist der Landkreis Göppingen verpflichtet, jährlich rund 50 000 Tonnen Müll anzuliefern, d.h. die übrige Menge des zu verbrennenden Mülls muss aus anderen Regionen kommen, z.B. aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis. Die vom Kreis Göppingen anzuliefernde Menge kann laut Vertrag bis 2025 auf 40 000 Tonnen sinken. Für jede Tonne weniger angelieferten Müll muss der Kreis jedoch eine Ausgleichs-Gebühr bezahlen, die auf die Hausmüllgebühr umgelegt wird.

Beim Rundgang durch das Heizkraftwerk wurde auch für den Laien verständlich erläutert, wo und wie der ankommenden Müll gewogen wird, was es mit Schlackebunker auf sich hat, wie das produzierte Nebenprodukt „Asche“ aussieht und was damit passiert. Natürlich durfte auch ein Blick vom Kesselhausdach nicht fehlen, um die Höhe des Schornsteins zu demonstrieren. Auch warfen die Mittelständler einen Blick in den Kessel und  konnte noch die Warte besichtigen und sehen, wo und wie die Anlage gesteuert wird.

Nach dem Besuch im Müllheizkraftwerk trafen sich die Unternehmen in der Villa Gutmann, wo sie zusammen mit Kai Störkel noch einmal Fragen zur thermischen Müllverwertung diskutierten, sich aber auch über wirtschaftspolitische Fragen der neuen Bundesregierung unterhielten.

Fotos:

Mittelständler aus dem Landkreis Göppingen besichtigen das Müllheizkraftwerk in Göppingen.

Blick in die Warte: Von hier werden die Abläufe im Müllofen kontrolliert

Kategorien
Presse

Heute den Wald für morgen pflanzen

Foto:
Hans-Jörg Andonovic erläutert interessierten Mittelständlern sein Projekt Staufenwald.

Hans-Jörg Andonovic wünscht sich Unternehmer als Baumpaten  – Gütesiegel als Dank

Kreis Göppingen. Heute den Wald für morgen pflanzen und damit auch etwas für das Klima tun. Das ist das Ziel der Initiative „Staufenwald“ von Hans-Jörg Andonovic aus Eislingen. Jetzt stellte er sein Projekt bei der Veranstaltung der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT)  im Kreis Göppingen bei Format-Fliesen in der Holzheimer Straße vor.

Ein normaler Wald ist nach rund 130 Jahren erntereif aber nur bei besonders guten Böden und besonders guten Lagen lassen sich Deckungsbeiträge generieren. In den schlechteren Lagen wachsen die Bäume zwar auch aber Erntekosten, Pflegekosten etc. sind so hoch, dass es sich nicht lohnt, dort Setzlinge zu stecke“, berichtet Andonovic vor den interessierten Mittelständlern. Das will der Eislinger ändern. Er sucht Baumpaten, die die Stecklinge samt Pflanzung im in der Regel unwegsamem Gelände finanzieren – und auch gerne beim Pflanzen selbst dabei sein und Hand anlegen können. Hierzu ist Andonovic eine Kooperation mit der Rechberg‘schen Forstverwaltung eingegangen, die das Gelände für die Pflanzungen zur Verfügung stellt und auch die Betreuung übernimmt.

Die Baumspender bzw. Baumpaten, Andonovic hat hier in erster Linie Unternehmer im Blick, erhalten für ihren Beitrag ein Gütesiegel, mit dem sie ihren Beitrag für Klima und Umwelt nach außen sichtbar machen n und gegebenenfalls auch werblich einsetzen können. Das Basis-Siegel gibt es ab 20 Euro, je nach Höhe der Baumspende steigert sich dann über das Bronze-, Silber- und Goldsiegel bis hin zum Platin-Siegel.

Gepflanzt werden die gespendeten Baum dort, wo der Waldbau nicht wirtschaftlich ist. Das erklärt auch, die etwas höheren Kosten beim Einsetzen der Stecklinge. Der Boden muss erst aufwändig vorbereitet werden, damit die kleinen Bäume auch bestmöglich anwachsen können, wie Andonovic in seinem Vortrag berichtet. Bislang hat seine Initiative schon 1200 Bäumchen gesetzt, vor allem in unwegsamen Gelände beim Bereich der Kuchalb. Dort sollen die Stecklinge in den nächsten Jahren heranwachsen und mindestens 300 Jahre lang stehen und dabei der Luft das schädlicheCO2 entziehen.

Die nächste Pflanzaktion ist im April kommenden Jahres vorgesehen. Der Monat, so führt Andonovic aus, eignet sich am besten dafür. Jeder gespendete Baum erhält eine individuelle Nummer und die Koordinaten werden protokolliert. Dies wird auf der Urkunde für den Spender festgehalten. Informationen über das Projekt gibt es auch unter www.staufenwald.de