Yannik Schneller (2.v.l.) im Kreis von Mittelständlern: Links MIT-Kreisvorsitzender Ralf Semmler, Vorstandsmitglied Thomas Heim und Gastgeber, Innofluid-Chef Ralf Krieger (r.).
Yannik Schneller stellt sich und seine Ziele für Kuchen vor
Kuchen. Yannik Schneller will Bürgermeister in Kuchen werden und Nachfolger von Bernd Rössner, der nach vier Amtszeiten bei der Wahl Anfang Mai nicht mehr antritt. Jetzt nutzte der Bewerber eine Einladung von Innofluid-Geschäftsführer Ralf Krieger, um sich interessierten Bürgern aus Kuchen und Mittelständlern aus dem Kreis Göppingen vorzustellen. Schneller, der bei einem halbjährigen Praktikum das Kuchener Rathaus kennenlernte studierte von März 2021 bis Dezember 2022 drei Semester den Bachelorstudiengang Public Management an der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen Ludwigsburg. Danach besuchte er die Verwaltungsschule im Landratsamt Esslingen und schloss die Ausbildung zum Verwaltungswirt erfolgreich. Seit knapp zwei Jahren arbeitet Schneller im Straßenverkehrsamt des Landratsamtes in Göppingen. Zu seinen Zielen für Kuchen gehören die Pflege der Infrastruktur, der Erhalt des Kuchener Freibades, der Schule und der Kindergärten. Der Neubau der B 10 um Kuchen hat für ihn ebenfalls Priorität. Zudem will sich Schneller, wie er in der Veranstaltung erläuterte, um Vereine und das Ehrenamt kümmern – er selbst ist als Schiedsrichter und Mannschaftskapitän beim SC Geislingen aktiv, sowie um die Sicherheit der Menschen in der der Filstalgemeinde. Über Schnellers Ausführungen entspann sich eine rege Diskussion mit den Besuchern.
In der Veranstaltung nutzten auch der Kreisvorsitzende der Mittelstandsunion (MIT), Ralf Semmler, und Vorstandsmitglied Thomas Heim die Gelegenheit, den Verband und seine Aktivitäten vorzustellen. Dabei unterstrich Semmler die Notwendigkeit, dass sich die Kommunalpolitik im Kreis verstärkt Wirtschaftsthemen widmen müsse, um die Herausforderungen der Zukunft auch vor Ort zu bestehen. Hier habe die MIT einen Arbeitskreis ins Leben gerufen, der den Draht in die Rathäuser und Kommunalparlamente spannen möchte, auch, um die Interessen des Mittelstandes einzubringen.
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Yannik Schneller (2.v.l.) im Kreis von Mittelständlern: Links MIT-Kreisvorsitzender Ralf Semmler, Vorstandsmitglied Thomas Heim und Gastgeber, Innofluid-Chef Ralf Krieger (r.).
Am 12. März 2025 hielt AOS-Admin im Rahmen einer Veranstaltung der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) Göppingen einen inspirierenden Vortrag zu den Themen Baumpflanzen und Onlinemarketing. Die Veranstaltung fand im stilvollen Café Pele in Göppingen statt. Ein besonderer Dank gilt Format Fließen, die die Location für diesen Abend zur Verfügung gestellt haben und damit zu einer angenehmen und einladenden Atmosphäre beitrugen.
Inhalte des Vortrags
AOS-Admin stellte zunächst das Projekt www.staufenwald.de vor – eine Plattform, die sich für die nachhaltige Aufforstung und den Erhalt heimischer Wälder einsetzt. Das Ziel des Projekts ist es, durch gezielte Baumpflanzaktionen einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Unternehmen und Privatpersonen haben hier die Möglichkeit, Baumpatenschaften zu übernehmen oder ganze Pflanzaktionen zu unterstützen.
Besonders hervorgehoben wurde die Verbindung zwischen ökologischer Verantwortung und wirtschaftlichem Handeln. AOS-Admin zeigte auf, wie Unternehmen durch Projekte wie Staufenwald nicht nur zur Nachhaltigkeit beitragen, sondern auch ihr Image als verantwortungsbewusste Akteure stärken können.
Onlinemarketing für nachhaltige Initiativen
Im zweiten Teil des Vortrags lag der Fokus auf Onlinemarketing-Strategien, die speziell auf nachhaltige Projekte zugeschnitten sind. AOS-Admin demonstrierte anschaulich, wie sich Reichweite und Sichtbarkeit durch gezielte Online-Kampagnen erhöhen lassen.
Zu den besprochenen Themen gehörten:
Der Aufbau einer starken Online-Präsenz über Social Media Plattformen wie Instagram, Facebook und LinkedIn
Suchmaschinenoptimierung (SEO) für bessere Auffindbarkeit der Projekte bei Google
Emotionales Storytelling, um Menschen für Umweltthemen zu begeistern und zur aktiven Teilnahme zu motivieren
Kooperationen mit regionalen Unternehmen und Influencern zur Erweiterung des Netzwerks
AOS-Admin betonte, dass Authentizität und transparente Kommunikation entscheidend für den Erfolg von nachhaltigen Projekten im Netz sind.
Fazit
Der Vortrag war ein voller Erfolg. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahmen wertvolle Impulse mit, wie sich ökologische Verantwortung mit modernen Marketingstrategien verbinden lässt. Besonders das Projekt www.staufenwald.de fand großen Anklang und regte zum Nachdenken und Mitmachen an.
Ein herzliches Dankeschön geht an die MIT Göppingen für die Organisation, an Format Fließen für die Bereitstellung der stilvollen Location im Café Pele, sowie an AOS-Admin für den informativen und engagierten Vortrag.
Am 12. Februar 2025 besuchte die Mittelstands- und Wirtschaftsunion Göppingen die Firma Kran Maurer in Faurndau. Bei diesem spannenden Termin konnten die Teilnehmer nicht nur einen Blick hinter die Kulissen eines regionalen Vorzeigeunternehmens werfen, sondern auch eine unvergessliche Fahrt im Personenbeförderungskorb auf beeindruckende 65 Meter Höhe erleben.
Bereits bei der Begrüßung durch die Geschäftsführung wurde deutlich, dass Kran Maurer eine beachtliche Erfolgsgeschichte vorzuweisen hat. Als familiengeführtes Unternehmen hat sich der Betrieb über Jahrzehnte hinweg zu einem führenden Dienstleister im Bereich Kranlogistik und Kranservice entwickelt. Der Name steht für Qualität, Präzision und maßgeschneiderte Lösungen, die auf die individuellen Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten sind.
Vortrag vom ChefProtokollFührung durch die Halle
Nach einer Einführung in die Firmengeschichte und die Vorstellung der verschiedenen Unternehmensbereiche begann die Führung durch das Firmengelände. Hier wurde anschaulich erklärt, wie Krane bei unterschiedlichsten Projekten eingesetzt werden – sei es auf Großbaustellen, bei Industrieumzügen oder beim Heben schwerer Bauteile. Die Teilnehmer erfuhren, wie wichtig eine sorgfältige Planung und die genaue Abstimmung mit den Kunden sind, um die Einsätze reibungslos und sicher zu gestalten.
Ein absolutes Highlight des Besuchs war die Fahrt im Personenbeförderungskorb eines der größten Krane auf dem Gelände. In kleinen Gruppen ging es auf 65 Meter Höhe, von wo aus sich ein atemberaubender Blick über Faurndau und die Umgebung bot. Einige Teilnehmer überwanden dabei ihre Höhenangst und genossen die einmalige Aussicht. Die Fahrt demonstrierte eindrucksvoll die Leistungsfähigkeit der eingesetzten Krane und das hohe Sicherheitsniveau, das bei Kran Maurer stets oberste Priorität hat.
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Im Anschluss hatten die Besucher die Möglichkeit, sich mit den Mitarbeitern des Unternehmens auszutauschen und Fragen zu stellen. Die Themen reichten von den Herausforderungen bei komplexen Kranprojekten bis hin zu innovativen Logistiklösungen. Besonders die Vielfalt der Einsatzbereiche und die enge Zusammenarbeit mit Kunden aus verschiedenen Branchen beeindruckten die Teilnehmer.
Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs war das Engagement von Kran Maurer in der Region. Das Unternehmen legt großen Wert auf die Ausbildung junger Fachkräfte und unterstützt lokale Vereine sowie gemeinnützige Projekte. Diese Verbundenheit mit der Region wurde von den Teilnehmern der Mittelstands- und Wirtschaftsunion Göppingen ausdrücklich gelobt.
Zum Abschluss des Besuchs bedankte sich die Mittelstands- und Wirtschaftsunion Göppingen herzlich bei der Geschäftsleitung und den Mitarbeitern von Kran Maurer für die Gastfreundschaft und die interessanten Einblicke in die Arbeit eines regionalen Dienstleisters im Bereich Kranlogistik. Der Besuch hat nicht nur die Bedeutung mittelständischer Unternehmen für die Region unterstrichen, sondern auch den Teilnehmern wertvolle Eindrücke und neue Perspektiven vermittelt.
Der Besuch bei Kran Maurer wird den Teilnehmern noch lange in Erinnerung bleiben – nicht zuletzt wegen der spektakulären Fahrt auf 65 Meter Höhe und der spannenden Einblicke in die Arbeit mit Kranen in der Logistikbranche.
Weihnachtsfeier der Mittelstands- und Wirtschaftsunion Kreis Göppingen im Deutschen Haus in Weilheim. Unter den Gästen auch die Europaabgeordnete Andrea Wechsler, der Bundestagsabgeordnete Hermann Färber, Hochschul-Professor und Wasserstoff-Experte Ralf Wörner, MIT-Landesvorsitzender Bastian Atzger, MIT-Landesgeschäftsführerin Denise Hradecky und MIT-Ehrenvorsitzende Hildegard Grössl und Eduard Freiheit.
Kommunaler Arbeitskreis der MIT: Klinik-Chefs sorgen für schädliches Image
Kreis Göppingen. Geld scheint im Landkreis Göppingen keine Rolle mehr zu spielen. Bis auf Kreisrat Guido Till habe kein Mitglied des Kreistags bei der Debatte um Erhalt oder Abriss der Klinik am Eichert die finanzielle Dimension der jetzt auf Februar vertagten Entscheidung beleuchtet, so der Arbeitskreis kommunal der Göppinger Mittelstandsunion (MIT) in einer Pressemitteilung.
„Im Jahr der laut Landrat Wolff ,schlimmsten Haushaltslage seit dem Zweiten Weltkrieg‘ zig Millionen für den Abriss einer Klinik und damit in eine grüne Wiese zu stecken zeugt von einer Ignoranz gegenüber vielen Bürgern, die angesichts immer weiter steigender Belastungen und Inflation nicht wüssten, wie sie monatlich über den Runden kommen“, so die Sprecher des kommunalen MIT-Arbeitskreises, die Unternehmerin Susanne Gminder und der frühere Geislinger Oberbürgermeister Wolfgang Amann (Foto).
„Jeder Euro für einen Abriss der alten Klinik ist ein Euro zu viel“, so MIT kommunal und stärkt Kreisrat Guido Till (CDU) den Rücken. Der Göppinger Alt-Oberbürgermeister hatte in seinem Redebeitrag in der jüngsten Kreistagssitzung den Unternehmern aus dem Herzen gesprochen, in dem er Kreisverwaltung und Klinik-Geschäftsführung Abrisskosten von bis zu 50 Millionen vorrechnete.
„Wir geben 50 Millionen Euro für eine grüne Wiese aus“, hatte Till die Pläne kritisiert, das gerade mal 50 Jahre alte Gebäude mit einer Nutzfläche von nahezu zehn Fußballfeldern dem Erdboden gleichzumachen. „Wie wollen wir das den Bürgern vermitteln, dass wir Deutschlands teuerste grüne Wiese haben? Wie wollen wir vor dem Hintergrund des Sparzwangs erforderliche Einschnitte für den Bürger verständlich machen, wenn wir andererseits 40 bis 50 Millionen Euro für ein Nichts ausgeben? Geld, das wir als Kreis nicht auf der hohen Kante liegen haben“, zitiert der MIT-Arbeitskreis den früheren Göppinger Rathaus-Chef, der darauf hingewiesen habe, dass man im Falle eines Abrisses „den Bürgern dann auch deutlich sagen muss, dass der Kreis dafür weitere Schulden in Millionen-Höhe macht“. Zins und Tilgung würden laut Till Sparmaßnahmen anderswo – zum Beispiel im Sozialbereich – oder eine weitere Erhöhung der Kreisumlage zur Folge haben. Die Kommunen würden weiter bei ihren eigenen Investitionen einschränkt, zulasten u.a. der kleinen und mittelständischen Handwerksbetriebe vor Ort. Ein Investitionsstopp der Kommunen wegen eines Klinik-Abrisses ist für die Unternehmen im Landkreis nicht hinnehmbar, vor allem auch deshalb nicht, weil es bereits ein fundiertes Nachnutzungskonzept der Firma Krauter gibt“, so die Arbeitsgruppe der MIT in ihrer Erklärung.
Till hätte laut MIT-Arbeitskreis kommunal auch auf den sorglosen Umgang mit Ressourcen und so genannter „grauer Energie“ aufmerksam gemacht, wie die Unternehmerin Susanne Gminder jetzt in der Mitgliederversammlung der Mittelständler informierte. Alle Bemühungen des Landkreises nach mehr Klima- und Umweltschutz würden mit den Füßen getreten und die Politik einmal mehr unglaubwürdig. In diesem Zusammenhang äußert die Mittelständler scharfe Kritik an der Haltung der Grünen, die mit ihrer Befürwortung des Abrisses ihre eigenen Ziele über Bord werfen.
Laut MIT-Arbeitskreis kommunal ist die sture Haltung der Klinik-Geschäftsführung in der Abrissfrage schädlich für das Image des neuen Alb-Fils-Klinikums. Die Geschäftsführer würden mit ihrer Angstmacherei und zum Teil unwahren Behauptungen weite Teile der Kreisbevölkerung abschrecken, medizinische Leistungen im neuen Klinikum in Anspruch zu nehmen. Die Bürger würden das einschüchternde Spiel gegenüber den Abriss-Gegnern durchschauen und sollten sich ihr eigenes Bild machen können“, so der MIT-Arbeitskreis in seiner Mitteilung abschließend.
Arbeitsgruppe bereitet Treffen vor – Ralf Semmler bleibt Kreisvorsitzender
Die Mittelstandsunion (MIT) im Kreis Göppingen will sich stärker in wirtschaftspolitische Themen in den Kreisgemeinden einbringen. Hierzu wurde extra ein Arbeitskreis gebildet, der vom früheren Geislinger Oberbürgermeister Wolfgang Amann und der Unternehmerin Susanne Gminder geleitet wird. Der Kreis sieht sich als Ansprechpartner für Kommunen aber auch für die in den Gemeinderäten tätigen CDU-Kommunalpolitiker. Einen ersten Meinungsaustausch soll es im Januar im Eislinger Rathaus mit OB Klaus Heininger geben.
In der Mitgliederversammlung der MIT (Fotos: Karhan), die in den neuen Räumen von Format-Fliesen im Viva-Center in der Holzheimer Straße in Göppingen stattfand, nahmen die Wahlen zum Kreisvortand breiten Raum ein. Der Göppinger Unternehmer Ralf Semmler wurde als Kreisvorsitzender bestätigt. Zu seinen Stellvertretern wählten die Mitglieder Matthias Mundorff aus Eislingen, Thomas Rapp aus Uhingen und Susanne Gminder aus Wangen. Als Schatzmeister wurde Klaus Straub aus Bad Überkingen bestätigt. Schriftführer wurde Rüdiger Gramsch aus Göppingen, der auch als Pressereferent im Amt bestätigt wurde. Als Internetbeauftragter gehört Hans-Jörg Andonovic-Wagner dem Vorstand an. Zu Beisitzern wählten die Mitglieder: Paul Lambert (Göppingen), Hans-Jörg Autenrieth (Eislingen), Wolfgang Amann (Geislingen), Axel Raisch (Eislingen), Artur Gross (Göppingen), Cornelia Blum (Uhingen), Denise Hradecky (Göppingen), Anneliese Hermes (Wangen), Christine Fuchs (Salach), Ralf Bulling (Ottenbach), Matthias Horn (Eislingen) und Dave Himberger (Göppingen). Gewählt wurden auch die Delegierten für den Bezirks- und Landesmittelstandstag.
In seinem Grußwort stimmte MIT-Landesvorsitzender Bastian Atzger die Mitglieder auf den Bundestagswahlkampf ein, zog eine ernüchternde Bilanz der Ampel-Regierung und appellierte an die Unternehmer, sich mit Ideen aus ihrem Kreis aktiv an der Mittelstandspolitik im Land zu beteiligen. Im Landesvorstand sei der Kreis Göppingen zudem gut vertreten. Dem Kreisvorsitzenden Ralf Semmler bescheinigte er einen stets kritischen Blick auf die Wirtschaftspolitik.
Semmler selbst hatte zu Beginn der Versammlung eine Bilanz der vergangenen Monate gezogen, erinnerte an die Treffen der Unternehmer, u.a. beim Technikum Laubholz, an das MIT-Spektakel im Stauferwald, an informelle Treffen zu Themen rund um künftige Autoantriebe oder Zusammenkünfte bei kulturellen Anlässen. Semmler erwähnte auch das MIT-Engagement bei Frisch Auf Göppingen, das einige Mitgliedunternehmen ermöglicht hätten. Erfreut zeigte sich Semmler auch über steigende Mitgliederzahlen. Zudem konnte er vier Mitglieder für 20-jährige Zugehörigkeit zur MIT auszeichnen: Thomas Rapp, Paul Lambert, Matthias Mundorff und Martin Naumann.
Diskutiert wurde in der Versammlung auch über den Erhalt der Klinik am Eichert. Mit ihrer Initiative im Mai hatte die MIT die Diskussion über den drohenden Abriss des Gebäudes nach Öffnung des neuen Alb-Fils-Klinikums noch einmal in Gang gesetzt. Die Mitglieder ließen sich nun von Susanne Gminder über den aktuellen Stand der Debatte informieren und gaben am Ende dem Vorstand grünes Licht für eine Beibehaltung des bisherigen Kurses. Der Abriss der Klinik am Eichert sei in der heutigen Zeit durch nichts mehr zu rechtfertigen.
Artur Gross von der Format Fliesen GmbH hatte als Gastgeber die Mittelständler willkommen geheißen und ihnen seinen Unternehmen vorgestellt. Format-Fliesen öffnet einen Baustoffmarkt für Handwerker und Privatpersonen im Viva-Center in der Holzheimer Straße. Hier finden Kunden künftig nicht nur alles, was mit dem Thema Fliesen zusammenhängt, das Unternehmen bietet darüber hinaus noch weitere handwerkliche Dienstleitungen an. Zudem steigt Format-Fliesen auch in die Produktion ein, fertigt u.a. aus Fliesen die zum jeweiligen Muster passenden Blumentöpfe. Da der Betrieb an zwei Standorten laut Gross nicht möglich ist, wird die bisherige Ausstellungsfläche im Dehner-Gartencenter aufgegeben.
Nach der Versammlung lud Gross die Unternehmer zu einem italienischen Büffet ein, zu dem Mario Mollo aus Ebersbach die passende Weine kredenzte und Enzo Picone & friends bestens für die musikalische Untermalung mit italienischer Pop-Musik sorgten.
Unternehmer-Widerstand gegen Abrisspläne für Klinik am Eichert
Kreis Göppingen. „Als Millionen-Investition in ein Nichts“ und „Verschwendung von Steuergeldern in großem Stil“ haben Mitglieder der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) im Kreis Göppingen die Absicht von Kreisverwaltung und Klinikgeschäftsführung gegeißelt, die Klinik am Eichert nach Umzug ins neue Krankenhaus abzureißen. An den Kreistag appellierten die Unternehmer, die „Wahnsinnsabsicht“ in letzter Minute zu stoppen und für eine mögliche Nachnutzung des Gebäudes den Weg frei zu machen. Im Kreistag soll das Thema am 8. November auf der Tagesordnung stehen.
Anlass für die neuerliche Kritik der Mittelständler aus dem Kreis Göppingen war ein Treffen mit dem Unternehmer Johannes Krauter, zu dem der MIT-Kreisvorstand um Vorsitzendem Ralf Semmler (Holzheim) und seinem Vertreter Ralf Krieger (Kuchen) gebeten hatte. Die Mitglieder sollten aus erster Hand erfahren, wie Krauters Nachnutzungspläne für die alte Klinik aussehen. Schon seit Jahren hat der Unternehmer ein Konzept für eine Nachnutzung der Klinik am Eichert. Von seinen Ideen, der alten Klinik neues Leben einzuhauchen und die Bausubstanz zu erhalten, zeigten sich die MIT-Mitglieder begeistert. Vor allem die Absicht, in den oberen Stockwerken gut 150 Wohnungen zu schaffen, die im Landkreis ganz dringend gebraucht würden, überzeugte die rund 30 Unternehmer, die zu dem Treffen gekommen waren. Auch die Kombination mit einem Hotel, Arztpraxen, einem Rehazentrum, sowie Service-Wohnungen für ältere Menschen beeindruckte die MITler. „Die Pläne sind eine exzellente Bereicherung für das Gesundheitsangebot am Eichert“, formulierte es ein Firmenchef. Selbst an ein in sich schlüssiges Verkehrskonzept und eine autofreie Patienten-Plaza zwischen neuer Klinik und dem Bestandsgebäude habe Krauter gedacht. Zudem wurden Synergien ausgezeigt, von denen Klinik wie das neu entstehende Quartier profitierten.
Deutlich wurde in der Versammlung, an der auch der neugegründete Arbeitskreis „MIT kommunal“ mit dem ehemaligen Geislinger Oberbürgermeister Wolfgang Amann und der Maitiser Unternehmerin Susanne Gminder an der Spitze teilnahm, der Unmut über Kreisverwaltung und die Klinik-Chefs, die auch vor dem Hintergrund der explodierenden Kosten beim Klinik-Neubau – inzwischen eine halbe Milliarde Euro – und der sich dramatisch verschärfenden Finanzlage des Landkreises an einem Abriss des Bestandsgebäudes festhalten.
„Die wahren Kosten liegen bei mindesten 40 Millionen Euro“, erklärte einer der Anwesenden. Rechne man den Abriss der drei Untergeschosse hinzu, die nach Klinik-Meinung im Boden verbleiben sollen, läge man bei gut 75 Millionen Euro. „Der Kreistag muss vor einer Entscheidung die wirkliche Höhe der Abbruchkosten kennen.“ Die Bürger im Kreis können stolz sein, wenn Unternehmer an ihrem Standort im Landkreis investieren und nicht mit einem Engagement im Ausland liebäugeln“, so der MIT-Kreisvorsitzende, dem die Mitglieder beipflichteten und meinte, dass damit nicht zuletzt die Wirtschaft im Kreis gestärkt werden, was allen Bewohnern im Kreis zugute komme.
Der Abriss der alten Klinik müsste angesichts der finanziellen Gesamtsituation allein durch den Landkreis geschultert werden, da Rücklagen nicht mehr vorhanden sind. Die Mittel dafür müssten auf dem freien Kapitalmarkt aufgenommen werden und über den ohnehin sich schon in Schieflage befindlichen Haushalt finanziert werden. Letztlich führe das zu einer weiteren Erhöhung der Kreisumlage und dies wiederum zur Schwächung der Investitionskraft der Kommunen. „Da bleiben dann kommunale Vorhaben für uns Mittelständler auf der Strecke“, fasste ein Teilnehmer die Lage zusammen.
Die Mittelständler sehen in einer Nachnutzung der Klinik am Eichert eine große Chance für Stadt und Kreis und sprechen gar von einem „Leuchtturmprojekt von landesweiter Ausstrahlung“, wenn Konzepte wie die von Johannes Krauter umgesetzt würden. Es sei höchste Zeit, dass sich die Kreispolitik intensiv mit den auf dem Tisch liegenden Plänen befasse. „Eine Missachtung der Gegenentwürfe und ein Abrissbeschluss sind sonst nicht nur ein Fall für den Bund der Steuerzahler“, so die MIT-Meinung. „Der Kreis will Millionen in ein Nichts investieren“, äußerte ein Unternehmer „und streicht zugleich Leistungen für die sozial Schwachen“. Dies werde zu erheblichen sozialen Spannungen in der Bevölkerung führen und die nach Schließung der Helfensteinklinik in Geislingen ohnehin aufgeheizte Stimmung weiter verschlechtern. „Wir sind besorgt, dass eine Abriss-Entscheidung nach dem Votum für die Schließung der Geislinger Klinik eine weitere Fehlentscheidung ist“, sagte Ralf Semmler und nennt dies als einen der Gründe, warum sich die MIT erneut mit dem Thema intensiv beschäftigt.
Kritik übten die Mittelständler daran, dass weder Klinikgeschäftsführung noch Landrat bislang nachvollziehbare Gründe genannt hätten, warum das alte Klinikgebäude abgerissen werden muss. Alle früher ins Feld geführten Argumente hätten sich in Luft aufgelöst oder seien durch die Klinik selbst ad absurdum geführt worden. Nicht zuletzt aus ökologischen Gründen sei der Klinik-Abriss nicht zu verantworten. Hier würde massiv „graue Energie“ zerstört, was mit dem stets geforderten nachhaltigen Umgang mit Ressourcen nichts mehr zu tun habe. „Vor diesem Hintergrund wird selbst das Klimaschutzkonzept des Landkreises Makulatur“, äußerte ein Mittelständler seinen Unmut und fragte, warum hier die Kreistags-Grünen nicht gegen die Abriss-Pläne Sturm laufen.
Die Mitglieder der Mittelstandsunion im Kreis Göppingen waren zu Gast bei der Firma Innofluid GmbH & Co. KG in Kuchen. Firmenchef Ralf Krieger, selbst MIT-Mitglied, führte die 40 Unternehmer durch seinen Betrieb, der sich seit 2006 auf die Konstruktion und Produktion von Filteranlagen für die metallbearbeitende Industrie konzentriert. Der Fluidtechnik-Spezialist bietet individuell entwickelte Anlagen und Filtersysteme. Mit gründlicher Analyse und durchdachtem Konzept finden die Experten der schwäbischen Ideenschmiede kreative Lösungen für die vielfältigsten Ansprüche, wie Ralf Krieger bei einem Rundgang erläuterte. Dazu konfektioniert und vertreibt das dynamisch wachsende Unternehmen maßgeschneiderte Verbrauchsmaterialien wie Filtervliese, Filterelemente und Filtermatten für Prozesse der spanenden Bearbeitung. In den Pandemiejahren rückten die Luftreinfilter, vor allem für den Einsatz in Schulen., in den Blickpunkt. Das neueste Produkt: Filter für den Atomfall inklusive Brennstoffzelle für autarken Betrieb. Damit soll der Wohnbereich sicherer mit frisch gefilterter Luft versorgt werden. Nach dem Rundgang durch den Betrieb lud Ralf Krieger seine Gäste zu italienischen Spezialitäten ein, zudem konnten die Besucher einen Blick in das kleine private Automuseum des Firmenchefs wagen und aktuelle wirtschaftspolitische Themen diskutieren.
Mitglieder der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) Göppingen besichtigten jetzt das Eislinger Unternehmer Zeller + Gmelin. Nach einer Betriebsführung mit dem technischen Geschäftsführer Thomas Alpers erläuterte dieser den Mittelständlern die aktuellen Probleme seiner Branche. Zeller + Gmelin macht mit rund 550 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von etwa 300 Millionen Euro. Das Unternehmen hat 16 Niederlassungen und Tochterfirmen in elf Ländern und verkauft seine Druck- und Ölfarben, sowie Schmierstoffe für Fahrzeuge und Maschinen in 80 Länder.
Kreis Göppingen. Ralf Semmler bleibt Vorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) im Kreis Göppingen. In der Hauptversammlung wurde der Unternehmer aus Holzheim einstimmig wiedergewählt. Neue Stellvertreter wurden Ralf Krieger aus Kuchen und Thomas Rapp aus Uhingen. Sie lösen Lukas Mürdter und Sarah Schweizer ab, die beide nicht mehr kandidierten. Wiedergewählt wurden dagegen der Schriftführer Claus Hauser (Holzheim), Schatzmeister Klaus Straub (Bad Überkingen), der Digital-Beauftragte Hans-Jörg Andonovic-Wagner (Eislingen) und Pressereferent Rüdiger Gramsch (Jebenhausen). Als Beisitzer wurden Hans-Jörg Autenrieth, Klaus Bertele, Ralf Bulling, Michael Engelhardt, Artur Gross, Anneliese Hermes, Paul Lambert, Matthias Mundorff, Christine Fuchs, Kornelia Blum und Axel Raisch gewählt. Kassenprüfer wurden Hildegard Grössl und Lothar Lehner.
Mit der neu formierten Vorstandschaft will Vorsitzender Ralf Semmler, der Mitglied im Landesvorstand der MIT ist, nicht nur den Informations- und Meinungsaustausch untereinander pflegen, sondern drängende Themen des Mittelstandes auch der Politik vermitteln. Dass dies mehr denn je erforderlich ist, mache die aktuelle Politik der Bundesregierung deutlich, die von den Mittelständlern, die gerade aus der Corona-Phase kommen, mit Lieferengpässen und hohen Energiepreisen vieles abverlange, so Semmler. Dabei wehrte sich der MIT-Chef gegen den Vorwurf, die Wirtschaft trage selbst Schuld an den Lieferengpässen, habe sie doch Produktionsstätten in der Vergangenheit in Billiglohnländer verlegt. Dies hätten die Unternehmen jedoch nicht freiwillig getan, sondern sei die Folge einer verfehlten Wirtschaftspolitik gewesen, die die Firmen immer stärker belastet habe. Ein Trend, der sich fortsetzen könnte, denn Semmler warnte vor einer weiteren Abwanderungswelle. Die Anzeichen dafür müsse die Politik ernst nehmen, schnellstmöglich darauf angemessen reagieren und die Unternehmer zum Bleiben zu motivieren.
Semmler, der zur MIT-Versammlung auch die Landtagsabgeordnete Sarah Schweizer, sowie den MIT-Landesvorsitzenden Dr. Bastian Atzger und MIT-Landesgeschäftsführerin Ulla Müller-Eisenhardt begrüßen konnte, beklagte in seinem Rechenschaftsbericht über die zurückliegenden Aktivitäten das hohe Durchschnittsalter der Mitlieder. „Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion muss wieder jünger werden“, so Semmler und warb dafür, verstärkt junge Unternehmer für die Organisation zu gewinnen, ohne auf die wertvollen Erfahrungen der älteren zu verzichten. Dies unterstrich Semmler gleich mit einer Ehrung. Sein Vater Franz Semmler gehört der MIT seit über 50 Jahren an. Vom Landesvorsitzenden Atzger gab es dafür würdigende Worte und eine Ehrenurkunde.
Atzger ging in seiner Rede mit den Politikern hart ins Gericht. Viele nutzten die Kontakte zu mittelständischen Unternehmern nur, um mit ihnen einen Selfie für die eigene PR zu machen, die bei den Treffen an sie herangetragene Probleme der Wirtschaft würden sie dabei zwar zur Kenntnis nehmen aber in der Regel die Themen nicht weiter bearbeiten. Ein Verhalten, für das er, Atzger, nur wenig Verständnis aufbringe. Vor dem Hintergrund aktueller politische Entscheidungen und manch politischer Hängepartie stellte Atzger fest: „Wir haben einen Fachkräftemangel auch in der Politik“. Kritisch merkte der MIT-Landeschef an, dass die CDU bei den zurückliegenden Wahlen bei den Bürgern die Wirtschaftskompetenz verloren habe. Dies stimme bedenklich und müsse wieder anders werden, so Atzger, denn viele CDU-Wähler seien aus Enttäuschung gar nicht erst an die Urne gegangen.
MIT-Chef Ralf Semmler lud am Ende der Veranstaltung die Mitglieder zu den weiteren Veranstaltungen sein. Immer am letzten Mittwoch im Monat gibt es ein Treffen in der Villa Gutmann, dem in der Regel eine Betriebsbesichtigung vorausgeht. Die Weihnachtsfeier ist für den 21. Dezember vorgesehen.
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Für über 50-jährige Zugehörigkeit zur Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) im Kreis Göppingen erhielt der Holzheimer Unternehmer Franz Semmler (links) vom MIT-Landesvorsitzenden Bastian Atzger (rechts) eine Urkunde. In der Mitte der wiedergewählte Vorsitzende der Göppinger MIT, Ralf Semmler. Foto: MIT/Rüdiger Gramsch
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